Schon vor gut einer Woche in Mülheim sollte Andreas Wöhlers (Foto) Sharivar in einer Dreijährigenkonkurrenz debütieren. Doch der weiche Boden machte den Plänen des Ravensberger Champion-Trainers einen Strich durch die Rechnung, auf schon zu aufgelockertem Boden wurde der Ittlinger dann noch kurzfristig zum Nichtstarter erklärt.
Sieben Tage später, am Samstag in Dresden, soll es nun den ersten Rennbahnauftritt des Sinndar-Sohnes zu bestaunen geben. Es werden weiterhin Wunderdinge kolportiert, der noch ungeprüfte Hengst rangiert in den Wettmärkten auf den Sieg im Deutschen Derby unverändert weit vorne und das, obwohl er noch nicht einmal gelaufen ist. Wenn es nach den Gerüchten aus dem Sport geht, wird die 1900-Meter-Prüfung nur eine Durchgangsprüfung für den so hoch eingestuften Galopper aus dem Besitz von Manfred Ostermann sein.
Überhaupt ist es schon etwas überraschend, dass Andreas Wöhler für gleich sechs der ersten acht Favoriten auf den Sieg im Deutschen Derby als Coach verantwortlich zeichnet. Man kann schon absehen, dass es erneut eine sehr schwierige Aufgabe für Stalljockey Eduardo Pedroza wird, wenn der Derby-Tag vor der Tür steht. Luxusprobleme, die man allerorten gerne hätte und die sicher nicht kleiner werden, wenn Sharivar gleich siegen sollte Immerhin treten beim ersten Renntag in Dresden-Seidnitz 2012 zehn Dreijährige gegen ihn an.
Doch ist diese Prüfung mitnichten das einzig interessant Rennen in Dresden. Denn eine weitere Prüfung spricht den Derbyjahrgang an. Hier geht es über 1400 Meter und mit zwölf Teilnehmern ist auch dieses Rennen gut bestückt. Uwe Ostmann schickt mit Blauer Blitz einen Ransom O’War-Sohn ins Rennen, Koen Clijmans schwingt sich für den Mülheimer Coach in den Sattel. Der Auenqueller trifft in Learned Miss, die dem Quartier von Roland Dzubasz beheimatet ist, auf eine Zuchtgefährtin.
Claudia Barsig und Christian Sprengel sind gleich doppelt vertreten. Der im letzten Jahr schon mehrfach sehr stark gelaufene Coolfighter ist in einem Rennen für die älteren Pferde mit ersten Aussichten unterwegs. Roland Dzubasz hat das Training des Black Sam Bellamy-Sohnes nun übernommen und könnte mit dem Vierjährigen nun punkten. Seine Frankfurter Form von zuletzt wurde klar aufgewertet.
Unter den Handicap-Rennen der insgesamt acht Rennen umfassenden Samstagskarte in der Sachsen-Metropole, die durchaus eine Reise wert ist, ragt der Ausgleich III heraus. Elf Kandidaten messen sich in der Zobjack Frühjahrs Meile Unter Steeplerbürde würde der Tscheche Southern Dancer antreten, wäre da nicht die Fünf-Kilo-Erlaubnis von Tamara Hofer. Trotzdem liegen zwischen dem Top-Gewicht (63, 5 Kilo) und der „Briefmarke“ in diesem Rennen, die in Bear Paolina (49,5 Kilo) auszumachen ist, 28 Pfund Gewichtsunterschied.
Die frische Siegerin Al Quintana kann es für den Stall Oberlausitz gleich noch einmal packen. Marco Angermann, der zuletzt das Zepter von Frank Breuß in Leipzig übernahm, stellt mit Not Allowed seine Premierensiegerin gleich noch einmal vor. Ob sie mit dem Aufgewicht auf Anhieb klarklommen wird, zeigt sich am Samstag.












