Wintermeisterschaft: Schon die ersten Trends ersichtlich

38 Rennen wurden bislang in der noch jungen Wintermeisterschaft 2008/09 entschieden und doch sind zu dem recht frühen Zeitpunkt erste Trends erkennbar. So ist Lennart Hammer-Hansen bei den Reitern derzeit das Maß aller Dinge, während inzwischen bei den Trainern auch Christian von der Recke oder Jan Pubben zu punkten begonnen haben.

Lennart Hammer-Hansen steht nach dem 14. Dezember bei neun Erfolgen. Eine bemerkenswerte Bilanz, nach der er fast in jedem vierten Rennen erfolgreich war. Am dritten Advent musste er allerdings bis zur letzten Prüfung warten, ehe er mit Point Pleasant erfolgreich blieb.

Als Tagesbester erwies sich Henk Grewe, dessen Freude darüber aber merklich getrübt wurde, da er wegen Behinderung nach dem Start für drei Renntage gesperrt wurde. Was nichts anderes bedeutet, als dass er drei Wochen lang zur Untätigkeit verurteilt ist, angesichts eines Renntages pro Woche schon eine empfindliche Strafe.

Des einen Leid, des anderen Freud. In diesem Fall traf es auf Rene Piechulek zu, der am 13. Juli in Duindigt/Den Haag mit Sylvia Says seinen letzten Sieger geritten hatte, wegen einer schweren Schulterverletzung später wochenlang aussetzen musste und nach dem Comeback sechzig Ritte ohne Erfolg blieb.

Auf Donna Roberta platzte endlich der Knoten und der 21-jährige überquerte erstmals wieder als Erster die Ziellinie. Mit neuem Selbstbewusstein sollte er die ihm gebotenen Chancen am großen Recke-Stall zu nutzen wissen. Neulinge in Sachen Erfolgserlebnis waren neben dem Belgier Koen Clijmans mit Katharina-Daniela Werning, Susanne Rose, Steffi Hofer und Kirsten Schmitt auch vier Damen.

Die Spitzengruppe der Trainer hat Zuwachs erfahren, und zwar durch Jan Pubben. Der 65-jährige, gerade genesen von einer Hüftoperation, war wegen einer Familienfeier nicht vor Ort, als zuerst Shanice Surprise und anschließend Point Pleasant für seinen Sevenumer Stall siegten und sein Konto auf drei Treffer erhöhten.

Ins Rollen gekommen ist auch der Recke-Stall in Weilerswist, der durch Donna Roberta punktete und sich weiter nach vorne verbesserte. Mit Feather Cloud dürfte Erika Mäder über ein Pferd verfügen, das es nicht bei dem einen Erfolg wie dem vom Sonntag belassen dürfte.

Denn zu deutlich hatte der spätreife Wallach, den die Trainerin nicht nur besitzt, sondern auch gezogen hat, die Konkurrenz hinter sich gelassen. Mit Nasibow kam ein zweiter Sieger aus einem westdeutschen Quartier, doch allzu lange wird er dort nicht mehr vorbereitet, denn Trainer Horst Steinmetz wird im kommenden Februar den Umzug nach Iffezheim vollziehen.

Bei den Vaterpferden hat Dashing Blade aufgrund seines dritten Erfolges mit dem bislang führenden Areion gleichgezogen. Goofalik, Silvano und Royal Dragon haben das Kontingent der Pferde mit zwei Siegern erhöht, während die Zahl der Deckhengst mit einem Treffer auf achtzehn angewachsen ist. KB.

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