Christoph Winkler, der Präsident des Dresdner Rennvereins, hat am vergangenen Donnerstag bei einer Vorstandssitzung völlig überraschend angekündigt, bei den im November anstehenden Neuwahlen nicht mehr zu kandidieren. „Die Doppelbelastung von Beruf und Ehrenamt ist einfach zu groß“, begründete Winkler seinen Rückzug, „außerdem bin ich auch nicht mehr der Jüngste.“
Seit der Neugründung des Rennvereins 1990 steht der 62 Jahre alte Bauunternehmer an der Spitze des Vereins. Die Bahn in Seidnitz ist eine absolute Vorzeigebahn im Osten, ist ein wichtiger gesellschaftlicher Treffpunkt, wurde von Winkler auch stets mit wirtschaftlichem Augenmaß geführt. Nicht zuletzt seinen persönlichen Kontakten ist es zu verdanken, dass viele Sponsoren bereits seit Jahren dabei sind.
Seine Entscheidung wurde in lokalen Kreisen aber auch im gesamten deutschen Rennsport mit größtem Bedauern zur Kenntnis genommen. Zumal Winkler intern signalisiert haben soll, dass er noch drei Jahre weiter macht. Aus dem bisherigen Vorstand kommt dem Vernehmen nach niemand für eine Präsidentschaft in Betracht.
Somit wurde beschlossen, die für den 18. November vorgesehenen Neuwahlen zu vertagen und zunächst einmal eine einfache Mitgliederversammlung durchzuführen. Bis zum Frühjahr 2006 will man sich Zeit lassen, einen Nachfolger für Christoph Winkler zu finden.











