Der Sieg auf Amorazzo am Dienstag in Neuss war für eine junge Amazone der wichtigste Treffer ihrer bisherigen Karriere: Die 21-jährige Susanne Winkler erzielte damit im Preis der Perlenkette bereits ihren zweiten Erfolg im Rahmen dieser traditionsreichen Veranstaltung. Damit tat sie den, wie sich gut zwei Stunden später herausstellen sollte, entscheidenden Schritt zum Gewinn dieses begehrten Ehrenpreises getan hatte.
Im dritten Lauf musste Susanne Winkler, eine „Perle“ im Mäder-Stall, tatenlos zuschauen, wie um Punkte gekämpft wurde, konnte sich allerdings schon im Einlauf sicher ein, dass Melanie Sauer, die im Falle eines Sieges ihr die Perlenkette noch hätte entreißen können, das Ziel nicht erreichen würde, denn der von ihr gerittene Besi war kein Faktor in der entscheidenden Phase.
Einer, der seiner exponierten Favoritenstellung entsprach, war der von Peter Schiergen für das Gestüt Bona trainierte und von Paul Johnson gerittene dreijährige Nestor, der im durch zahlreiche Ausfälle am drittletzten Sprung überschatteten RaceBets.com-Hürdenrennen meilenweit über der Konkurrenz stand.
Zu den Ausfällen zählten Lenoir, der einen Herzschlag erlitt, Miss Eden, Tenini, Star Article und Ogina Rheinberg. Oliver Schnakenberg und Franz-Xaver Weißmeier, die Reiter von Miss Eden und Tenini, wurden zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht, konnten dieses aber später wieder verlassen.
„Ein sehr ordentliches, aber längst noch nicht fertiges Pferd“, so urteilte Paul Johnson (Foto) über Nestor, der vor zwei Wochen extra nach Neuss zum Üben geschickt worden war.











