Der Ex-Fährhofer Win for Sure scheint sich in Dubai richtig wohl zu fühlen. In der Al Maktoum Challenge Round 3, dem Hauptrennen am ‚Super Thursday‘ in Meydan, das für viele Pferde die Generalprobe für den Dubai World Cup darstellte, lief er als Vierter in einem Feld von 14 Pferden das beste Rennen seines Lebens. Nur echte Stars landeten vor ihm.
In dem Gruppe II-Rennen über 2000 Meter der Sandbahn, das mit 300.000 Dollar dotiert war, besaß der Wallach aus Fährhofer Zucht zwar keine Siegchance, aber er hielt sich als 210:10-Außenseiter wirklich gut, kam aus dem Mittelfeld noch zum vierten Geld.
Der Sieg ging aber an den von Henry Cecil trainierten zweifachen Champion Stakes-Sieger Twice Over (45:10, Tom Queally), der leicht gegen Musir (Mike de Kock/Christophe Soumillon) und den Gruppe I-Sieger Gitano Hernando (Marco Botti/Johnny Murtagh) gewann. Video ansehen
Die vier Godolphin-Pferde Prince Bishop, Debussy, Etched und Eavesdropper spielten in dieser Prüfung keine Rolle. Etched fiel sogar völlig aus der Partie, als noch nicht einmal die Hälfte der Distanz zurückgelegt war. Der Sieger Twice Over hatte sich im Vorjahr bereits im Dubai World Cup versucht, kam damals aber nicht in die Platztierung, wurde nur Zehnter.
Eine rätselhafte Vorstellung gab auch der von Mahmood Al Zarooni für Godolphin trainierte 30:10-Favorit Simon de Montfort (Ahmed Ajtebi) im Dubai City of Gold, dem mit 250.000 Dollar dotierten Gruppe II-Rennen über 2485 Meter auf Turf. Bereits nach der Hälfte der Distanz fiel der Hengst völlig aus dem Rennen und verlor immer mehr den Anschluss an das Feld.
Dennoch gab es für Al Zarooni und Godolphin hier einen Doppelsieg, als sich der letztjährige Favorit des Deutschen Derbys, Monterosso (110:10) als dritte Farbe unter Mickael Barzalona sicher gegen den Lando-Sohn Calvados Blues (Frankie Dettori) durchsetzte. Dritter wurde Mr Brock.
Unterwegs hatte Monterosso an dritter Position gelegen, 300 Meter vor dem Ziel ging er nach vorne und kam nicht mehr entscheidend in Gefahr.
Einen englischen Sieg gab es im letzten Rennen des Abends, dem Jebel Hatta (Gr.II, 1800 m, 250.000 Dollar, Gras) als Wigmore Hall (130:10, Michael Bell/Jamie Spencer) gegen die Favoriten Poet’s Voice (Saeed Bin Suroor/Frankie Dettori) und Presvis (Luca Cumani/Ryan Moore) zum Zuge kam.
Als heißester Favorit in den Rennen für die englischen Vollblüter setzte sich der von Saeed Bin Suroor trainierte und von Frankie Dettori gerittene Mendip im Burj Nahaar (1600 m, 200.000 Dollar) auf Gruppe III-Ebene durch. Mit langgezogenem Speed kam die 18:10-Chance sicher mit einer viertel Länge gegen Zafeen Speed (Musabah Al Muhairi/Wayne Smith) hin, Dritter wurde As de Trebol (Maurizio Delcher/Olivier Peslier).
Im Al Bastakiya, der Derbyvorprüfung über 1900 Meter auf dem Tapeta-Untergrund, setzte sich die 21:10-Favoritin Reem aus dem Stall von Trainer Mike de Kock haushoch überlegen gegen Ahlaain (David Simcock/William Buick) und Borug (Saeed Bin Suroor/Ted Durcan) durch.
Die Silvano-Tochter Amica kam als Neunte über die Linie. Das Listenrennen war mit 250.000 Dollar dotiert, Reem hatte im Ziel fünfeinviertel Längen Vorsprung.
Eine Favoritenniederlage gab es in der Al Maktoum Challenge Round 3 für die arabischen Vollblüter (2000 m, 55.000 Euro, Sand) , als Hamdan Al Maktoums No Risk Al Maury (Richard Hills) nur Dritter wurde. Der Sieg ging hier an den von Eric Lemartinel trainierten Nieshan (80:10, Christophe-Patrice Lemaire), der sich gegen seinen Trainingsgefährten Albar Lotois durchsetzte.
Das achte Rennen am ‚Super Thursday‘, ein 1000 Meter-Sprint auf der Grasbahn, ging an den von Ali Al Raihe trainierten Happy Dubai (65:10), der von Royston Ffrench geritten wurde und gegen Monsieur Joe und Invincible Ash gewann.









