Wild Chief ohne Chance – Japaner brilliert

Man war sich im Vorfeld des diesjährigen Prix d‘Ispahan der Gruppe I über 1800 Meter einig. Der von Jens Hirschberger für den Stall Fürstenhof trainierte Wild Chief steht vor einer Herkules-Aufgabe in dem mit 250.000 Euro dotierten Top-Examen. Am Ende war es zu schwierig für den Doyen-Sohn, der nur Achter und damit Vorletzter. Hinter ihm folgte nur der Grand Prix de Paris-Sieger Erupt, der offensichtlich nicht heil aus dem Rennen kam.

Nachdem der japanische Gast A Shin Hikari (gewann 2015 unter anderem den Hong Kong Cup) kurz den Kopf in Front hatte, übernahm Andre Fabres Manduro-Sohn Vadamos das Kommando und marschierte bis in den Einlauf vorneweg. Dahinter folgte der von Masanori Sakaguchi für Eishino Co. Ltd. trainierte A Shin Hikari, ein fünfjähriger Sohn des japanischen Klasse-Vererbers Deep Impact, auf Rang zwei. Noch mit Erreichen der Zielgeraden ging Vadamos in Front. Doch nun canterte auch der Gast aus dem Land der aufgehenden Sonne in großer Haltung auf, ließ Vadamos unter Pierre- Charles Boudot leicht hinter sich und löste sich unter Yutaka Take auf den noch verbleibenden Metern bis auf unglaubliche zehn Längen.  Vadamos musste am Ende auch noch den von Alain de Royer-Dupre für den Aga Khan trainierten Dariyan und den gut endenden Silverwave aus dem Rennstall von Pascal Bary vor sich dulden. Fünfter wurde Andre Fabres Favorit New Bay für den es wohl nur ein Aufgalopp auf dem Weg zum Arc gewesen ist (Zum Langzeitmarkt).

In der langen und ruhmreichen Historie des Prix d‘Ispahan ist A Shin Hikari der erste Sieger aus Japan. In seinem Heimatland muss man sich allerdings noch ein wenig gedulden, ehe man den Deep Impact-Sohn in heimischen Gefilden wieder zu sehen bekommt. Der in Tokio zweimal auf Gruppe-Parkett siegreiche Hengst wird aller Voraussicht nach in Europa bleiben und nach seinem Auftritt in Frankreich demnächst nach England übersetzen. Dort könnte er während Royal Ascot in den zur Gruppe I zählenden Prince of Wales‘s Stakes an den Start kommen (Zum Langzeitmarkt). Nach seiner „d‘Ispahan“-Gala vom Dienstag sollte der „Exot“ auch in GB eine scharfe Klinge schlagen. Die „Bookies“ in England reagierte postwendend und katapultierte den Japaner an die Spitze des Wettmarktes für die Prince of Wales‘s Stakes, die am 15. Juni ausgetragen werden.

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