Wie heißt es im Sport manchmal so treffend? „Wir haben keine Chance und die wollen wir nutzen.“ Ob dies in Gänze auch für den Start des von Jens Hirschberger trainierten Wild Chief zutrifft, sei einmal dahin gestellt, doch eines ist im Vorfeld des zur Gruppe I zählenden Prix Jacques le Marois sicher. Der Doyen-Sohn aus dem Besitz des Stalles Fürstenhof wird gegen gestandene Gruppe I-Pferde nur als Außenseiter antreten.
Dennoch zeigte sich sein Betreuer am Donnerstag nicht pessimistisch. „Er platzt aus allen Nähten und warum soll man es mit so einem Pferd dann nicht auch einmal in solch einem Rennen versuchen.“ Recht hat er. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ lautet ein anderes Sprichwort. Vor allem aus dem Hause Godolphin kommen starke Pferde an den Start. Andre Fabre sattelt den Favoriten Territories, aber auch Toormore aus dem Hannon-Stall ist mit besten Chancen unterwegs (Zum Langzeitmarkt).
Neben Territories ist Fabe noch mit Vadamos und Esoterique im Rennen und auch Richard Hannon hat mit Estidhkaar ein weiteres Eisen im Feuer. Neben Esoterique ist eine andere Stute durchaus gefährlich, auch wenn sie nach letzten Formen nicht unbedingt für den Sieg in Frage zu kommen scheint. Aber immerhin stellt sich mit Jean-Claude Rougets Avenir Certain die Diane-Siegerin der vergangenen Saison vor, doch nach einem weiteren Sieg im Prix de la Nonette, lief es bei der vierjährigen Le Havre-Tochter nicht mehr rund. Ihr dritter Platz hinter Amazing Maria und Euro Charline, die am Samstag in den Berverly D. Stakes den Titel verteidigen kann, war mal wieder ein Ansatz auf den es sich aufbauen lässt.
Drei weitere deutsche Pferde kommen an diesem Tag in großen Prüfungen an den Ablauf. Mit der von Waldemar Hickst trainierten Paradise sah man von einem Start im Krefelder Gruppe-Rennen ab und startet im mit 55.000 Euro dotierten Prix Michel Houyvet über 3000 Meter auf Listen-Parkett. Im mit 100.000 Euro dotierten Grand Handicap de Deauville über die Meile bietet Sascha Smrczek Mogadishio und Artplace auf.











