Eines war vor dem Prix Ganay (300.000 Euro) über 2100 Meter in Saint-Cloud klar: der deutsche Vertreter im ersten Gruppe I-Rennen Europas, Wild Chief, steht vor einer schweren Aufgabe. Nach seinem sechsten Platz im Prix d’Harcourt bot Jens Hirschberger den in Besitz des Stalles Fürstenhof stehende Doyen-Sohn mit Jockey Fabien Lefebvre am Sonntag gegen ein starkes Feld auf.
Doch wie heißt es so schön: man wächst mit seinen Aufgaben und das traf auf Wild Chief auf ganzer Linie zu. Aus der Startbox heraus verschaffte Lefebvre seinem Partner eine gute Position an vierter Stelle, während das Qatar-Duo bestehend aus Ming Dynasty und Sumbal für die Pace sorgte. Auf Rang drei galoppierte Garlinagri. Als es in die Zielgerade ging, sah man Wild Chief immer noch in bester Haltung und schnell wurde klar, dass das Team um den Doyen-Sohn an diesem Tag nicht mit leeren Händen wird nach Hause fahren.
Wild Chief bot eine kämpferisch bemerkenswerte Leistung, marschierte immer weiter, auch wenn am Ende drei Pferde zu stark für den deutschen Gast waren. Frankreichs Champion-Jockey Christophe Soumillon nutzte im Einlauf eine kleine Lücke, die sich neben Wild Chief auftat, mit aller Macht und bugsierte Aga Khans 30:10-Favorit Dariyan (Alain de Royer-Dupre) an die Spitze. Kurz wurde es dort ein wenig eng für den Deutschen, der sein Pensum aber weiter herunterspulte. Den Vorteil verteidigte Soumillon auf dem Shamardal-Sohn dann bis in Ziel. Auf Rang zwei folgte Garlingari, Dritter wurde Silverwave. Rang vier ging wie erwähnt an Wild Chief, der auch abseits der Meile sein Können voll und ganz unter Beweis stellte, und der mit dieser Leistung 17.130 Euro kassierte.













