Das muss ein sehr gutes Pferd sein, das Trainer Jens Hirschberger da in seinem Diana-Stall in Mülheim an der Ruhr hat. Denn der von ihm für den Stall Fürstenhof trainierte Doyen-Sohn Wild Chief (Foto) kam bei seinem erst dritten Start überhaupt am Sonntag im Prix du Jockey Club, dem französischen Derby, auf einen sensationellen vierten Platz.
Als 700:10-Außenseiter in dem mit 1,5 Millionen Euro dotierten 2100 Meter-Rennen auf Gruppe I-Niveau gestartet, hatte der Hengst unter Fabien Lefebvre in dem von 16 Klassepferden bestrittenen Rennen dabei alles andere als einen perfekten Rennverlauf, denn nachdem er unterwegs im hinteren Teil des Feldes gelegen hatte, dauerte es sehr lange, bis sein Jockey ihn auf freie Bahn gebracht hatte. Das geschah erst nach einigen Umwegen, und auch wenn Wild Chief stark endete, kostete ihn das wohl eine bessere Platzierung.
Gegen den Sieger wäre es aber auch bei glattem Rennen schwer geworden, denn der von Kevin Ryan trainierte Schimmel The Grey Gatsby gewann unter Ryan Moore als 199:10-Außenseiter überlegen mit drei Längen gegen den Aga Khan-Hengst Shamkiyr, hinter dem der Favorit Prince Gibraltar vor Wild Chief den dritten Platz belegte.
Eine halbe Länge fehöte nur zu Platz zwei für Wild Chief, der aber für das Deutsche Derby nach dieser Vorstellung ein ganz interessantes Pferd sein sollte.
Als Sechster hielt sich auch Rupert Plerschs Mr Pommeroy aus dem Stall von Henri-Alex Pantall nicht schlecht, während Mario Hofers Stillman (Eddy Hardouin) nach einem Rennen aus der Spitzengruppe in der Zielgeraden schnell passen musste, und nur als Sechzehnter, und damit Letzter über die Ziellinie kam.
Der Sieger The Grey Gatsby hatte hatte zuletzt die Dante Stakes in York gewonnen. Am Ende war er im Prix du Jockey Club allein auf weiter Flur.










