Wenn am ersten Juli-Sonntag in Hamburg-Horn das Deutsche Derby gelaufen wird, dann wird – sollte bis dahin nichts außergewöhnliches passieren – der von Andreas Wöhler für Dr. Christoph Berglar trainierte Monsun-Sohn Novellist als klarer Favorit in die Startmaschine einrücken. Denn der Hengst siegte auch im Union-Rennen wieder in überlegener Manier.
Nach einem Rennen aus der Reserve legte der somit auch beim vierten Start ungeschlagener Super-Dreijährige diesmal fünf Längen zwischen sich und den Zweitplatzierten.
Auf den Plätzen wurde es dagegen ganz eng, der lange führende Munic Boy (Fredrik Tylicki) konnte sich für den zweiten Platz gegen Nexius ins Ziel retten, hinter dem Girolamo, Mano Diao und Andolini auf den Plätzen vier bis sechs ebenfalls dichtauf waren. Nicht für Hamburg empfehlen konnten sich dagegen Andreas und Le Pursang (Video ansehen).
Unterwegs sah man Novellist in hinteren Regionen, an dritt- bzw. vorletzter Stelle galoppieren. Vorne machte Munic Boy die Fahrt vor Nexius, Andolini und Girolamo.
Als es in die Zielgerade ging, machte sich auch Eduardo Pedroza mit dem 12:10-Favoriten auf den Weg nach vorne. Einen Gegner nach dem anderen sammelte der Monsun-Sohn ein. Und je weiter es wurde, desto mehr war die Überlegenheit zu erkennen.
Mitte der Geraden ging Novellist nach vorne, dann war es nur noch eine Frage, wie groß sein Vorsprung sein würde. Am Ende waren es fünf Längen, die er vor dem tapfer kämpfenden Munic Boy blieb.
‚Nun wird er natürlich auch der große Favorit in Hamburg sein, aber mit dieser Rolle ist er ja auch heute zurecht gekommen. Nun müssen wir ihn bis Hamburg nur noch in der heutigen Verfassung halten‘, erklärte Siegtrainer Andreas Wöhler, der einen ganz großen Tag erlebte.
‚Gegen den kann man verlieren, Munic Boy ist ein spätes Pferd‘, sagte Manfred Hofer über seinen Schützling. Der Dritte Nexius hat keine Derbynennung mehr, dagegen sollen Girolamo und auch Andolini (‚er benötigt ein schneller gelaufenes Rennen‘, so Andreas Wöhler) auch in Hamburg wieder antreten.












