Erhebliche Zweifel wurden laut, ob das ungarische Wunderpferd Overdose (Foto) tatsächlich wieder an seine Bestform würde anknüpfen können. Denn am Sonntag absolvierte der in der Vergangenheit durch erhebliche Hufprobleme immer wieder beeinträchtigte Speed-Star seinen zweiten Start nach einer langen Pause. Doch einen Rückschlag gab es im Kincsem Park von Budapest nicht.
Ganz im Gegenteil, denn der Hengst imponierte mit einem Zehn-Längen-Erfolg in einem Listenrennen über 1000 Meter. Damit landete Overdose nicht nur den zweiten Sieg nach seinem Comeback im Anschluss an die 15monatige Abstinenz, er präsentierte sich auch wieder in alter Form.
Unter Gary Hind stürmte der von Jozef Roszival trainierte Starborough-Sohn in 56,4 Sekunden Spinning Crystal davon. Besitzer Zoltan Mikoczy war beeindruckt von dieser Vorstellung und bestätigte, dass sein Crack nunmehr die Goldene Peitsche in Iffezheim ansteuern werde. „Zwei Faktoren waren dafür heute ausschlaggebend. Er hat mit mehr als fünf Längen Vorsprung gewonnen. Und zweiten war die Zeit bei 56 Sekunden. Sollte er in den nächsten Tagen keine Hufprobleme bekommen, dann wird er nach Deutschland reisen.“
Vor dem ungarischen Publikum, das völlig aus dem Häuschen war, ergänzte Gary Hind: „Overdose hat sich seit seinem Comeback stark verbessert. Vom Start weg war seine Aktion heute besser als damals. Und seine Zeit war sehr gut, zumal auf diesem Boden. Er ist ein einzigartiges Pferd. Das war heute ein spezieller Tag mit einem Happy-End. Ich bin ein kleines Rädchen in einem großen Zug, aber es ist großartig, ein Teil des Ganzen zu sein. Egal, wieviel Geld ich habe, Momente wie heute kann man sich nicht kaufen.“










