Angenehme Tagen liegen hinter der Familie Ostermann, den Besitzern des Gestüts Ittlingen. Erst vor einer Woche sicherte man sich den Deutschlandpreis in Düssel-dorf, am Sonntag vertraut man im Oppenheim-Union-Rennen auf den Favoriten Lauro. Doch am selben Tag könnte es in Dresden sogar noch das „Sahnehäubchen“ geben.
Im BMW Sachsen Preis, einem mit 20.000 Euro dotierten Listenrennen über 2000 Meter am Schlusstag des großen Meetings, besitzt Daytona beste Chancen auf einen Volltreffer.
Glänzende Referenzen bringt die Lando-Tochter mit, hat nun bei zwei Starts 2006 zwei Listenrennen für sich entschieden. Zuletzt in Baden-Baden dürfte das Geläuf nicht mehr passend gewesen, und dennoch zwang die von Peter Rau vorbereitete Lady wieder die Konkurrenz in die Knie. Mit Marc Timpelan (Foto) im Sattel müsste sie auch in der nun wesentlich stärkeren Gegnerschaft ihre Möglichkeiten besitzen.
Allerdings: Vier Kilo steht ihr Runner-up Cliffrose (Viktor Schulepov) nun günstiger im Rennen, da könnte die von Erika Mäder trainierte Monsun-Tochter durchaus den Spieß umdrehen. Dritte Stute in dem mit zehn Kandidaten ausgezeichnetet besetzten Rennen ist Koffibini (Jozef Bojko), die an der Oos als Vierte ebenfalls überzeugen konnte und jetzt unter einem Leichtgewicht die Revanche sucht.
Bestens gerüstet scheint auch Dr. Andreas Bolte, der den in Frankreich zuletzt etwas enttäuschenden Chiron (Henk Grewe) und Genios (Jiri Palik) aufbietet. Letztgenannter scheiterte im Vorjahr hier nur an Tarlac, empfahl sich mit einem Kampfsieg in einem heißen Badener Handicap. In Dortmund hingen auf Gruppe-Ebene die Trauben wohl etwas zu hoch.
Höchstgewicht muss der Dubai-erprobte One Little David tragen, den Vaclav Janacek steuert, der in diesem Jahr in Deutschland noch nicht aktiv war. Nett gesteigerte Handicapper sind Obrigado (Wladimir Panov) und White Lightning (Rastislav Juracek), doch stehen sie hier vor einer sehr kniffligen Aufgabe. Auch der polnische Gast Invincable Lewis (David Vincent Smith) dürfte über eine Außenseiterrolle nicht hinauskommen.
Bleibt noch der Ex-Röttgener Stephenson, der in einem Altersgewichtsrennen in Köln für die Dresdener Trainerin Claudia Barsig einen Einstand nach Maß zu geben schien. Doch das Waterloo kam später: Wegen eines positiven Dopingbefundes wurde dem Wallach der Treffer aberkannt. Vielleicht kann sich Stephenson ja ausgerechnet auf seiner neuen Heimatbahn entschädigen.
Acht Rennen offeriert man am Meetings-Finaltag in Seidnitz. Leider sind die Starterfelder im Rahmenprogramm nicht so stark wie erhofft. Aber der Stimmung dürfte das nur wenig Abbruch tun.











