Wie ein Steher: Daressalam auf dem Weg nach Hamburg

Nur fünf Pferde nahmen den Großen Preis der Hannoverschen Volksbank am Montag auf der Neuen Bult in Angriff. Aber in diesem mit 20.000 Euro dotierten Listenrennen über 2200 Meter dürften auch diesmal starke Kandidaten am Start gewesen sein. Allen voran natürlich der Röttgener Daressalam (Foto).

Denn der 22:10-Favorit aus dem Quartier von Waldemar Hickst lieferte nach seinem Debuterfolg eine weitere Top-Vorstellung. Unter Yann Lerner, der für den erkrankten Jean-Pierre Carvalho eingesprungen war, ließ sich der Singspiel-Sohn erst an dritter Stelle mächtig anfassen, während Il Divo eine flotte Fahrt vorlegte.

Doch im Einlauf packte Daressalam in der Manier eines großen Stehers richtig an und machte sich noch sehr leicht frei von Il Divo, der Rang zwei gegen den lange gefährlich aussehenden Außenseiter Lievano zurückeroberte. Nur Vierter wurde Giuliani, der aus bester Lage nicht weiterzog und nur noch vor Santero blieb.

Daressalam könnte durchaus in Hamburg auf den Spuren von Nicaron, Schiaparelli und Adlerflug wandeln, die diese Prüfung in den vergangenen drei Jahren gewannen. Die Fahrkarte fürs Derby hat er sich jetzt auf jeden Fall verdient. ‚Er ist noch ein richtiges Baby, das von Start zu Start lernt‘, sagte Waldemar Hickst, der in Köln weilte.

Dass ein Bruder des Klassemeilers Lateral nicht im Ausgleich III stehenbleibt, liegt auf der Hand. Und der Fährhofer Libon (13:10, Norman Richter) packte nach einigen Aufforderungen riesig an und kam noch sehr locker zum Zuge. Sicherlich dürfte man von dem Dr Fong-Sohn noch einiges zu sehen bekommen.

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