Am 01. Juni wurde Protectionist bezwungen. Platz zwei im Grossen Preis der Badischen Unternehmer. Zwar vor Derbysieger Lucky Speed aber hinter dem 148:10-Außenseiter Almadin. Doch gesehen hatte Andreas Wöhler an diesem Tag anscheinend genug. Wie zu Wochenbeginn bekannt wurde (GaloppOnline berichtete), hatte der Star-Trainer nach genau diesem Rennen die Idee Protectionist auf den Melbourne Cup vorzubereiten.
Es scheint, als wäre er nicht der Einzige gewesen, der dem vierjährigen Monsun-Sohn für rund fünf Monate später ein wahres Meisterstück zutraute. Denn wie nun durchsickerte, spielte ein Kunde bei RaceBets Protectionist nach der Baden-Niederlage für den Melbourne Cup. Zwar hatte Deutschlands führender Anbieter für Pferdewetten im Internet den Berglar-Hengst noch nicht im Angebot, doch lässt sich für jedes Pferd stets per E-Mail ein Kurs anfragen.
„Wir haben tatsächlich wenige Tage nach dem Frühjahrsmeeting eine Anfrage bekommen und dem Kunden einen Kurs von 1.000:10 offeriert. Glücklicherweise hat der Kunde nur einen kleinen Einsatz gespielt, kann sich aber über eine tolle Rendite freuen“, heißt es von RaceBets, das Protectionist dann auf 500:10 kürzte. Als sich die Melbourne Cup-Pläne verfestigten fiel der Kurs bis auf 300:10. Alles viel Geld, wenn man bedenkt, dass der Hengst am Dienstagmorgen als 86:10-Chance zum überlegenen Melbourne Cup-Sieger aufstieg.
Auch auf diesen leichten Sieg gab es eine nette Quote. So bot RaceBets am Renntag selbst eine Spezialwette an, dass Protectionist das Rennen mit zwei oder mehr Längen gewinnen würde. In den frühen Dienstagmorgenstunden gab es darauf 180:10, am Ende noch 150:10. Wer also richtig Mumm auf den zweiten Monsun-Sieg in Melbourne hatte, der dürfte verfrüht an sein Weihnachtsgeld gekommen sein.












