Vor einem Jahr war man ganz dicht dran, viel fehlte nicht zum Erfolg im bedeutendsten Rennen für zweijährige Stuten. Doch die Schlenderhanerin Karavel musste trotz einer starken Vorstellung ihrer Trainingsgefährtin Nordtänzerin und Almerita den Vortritt lassen. Stuten, die ebenfalls zum besten gehören, was der deutsche Rennsport zu bieten hat.
Doch am Sonntag könnte das Gestüt Schlenderhan das Verpasste nachholen, wenn im Preis der Winterkönigin in Iffezheim eine Lady dieser Zuchtstätte in der Favoritenrolle stehen wird. Ihr Name: Sybilia (Foto), eine Spectrum-Tochter, die von Mario Hofer in Krefeld vorbereitet wird.
Baden-Baden kennt sie bereits, belegte hier im Preis der Schmuckwelten Pforzheim während der Großen Woche Platz vier, doch wäre bei glattem Rennverlauf noch mehr möglich gewesen. Entschädigung und weitere Steigerung gab es bereits anschließend im BBAG Auktionsrennen Düsseldorf. Als Sybilia der Konkurrenz davonspazierte und zeigte, welches riesige Potanzial in ihr steckt. Mit neun Längen distanzierte sie ihre Widersacherinnen.
Da versteht es sich quasi von selbst, dass auch im Top-Event des Sales & Racing-Festivals (Gruppe III, 105.000 Euro, 1600 m) der Weg zum Sieg in erster Linie über sie führen dürfte.
Aber derart immens wie in Düsseldorf dürfte ein etwaiger Vorsprung nicht werden, dafür scheint die Aufgabe zu anspruchsvoll und die Konkurrenz zu stark. Hofer hat außerdem die Puntilla-Schwester Pakama (Jean-Pierre Carvalho) im tollen 13-er-Feld, die im Berberis-Rennen als Dritte nicht ganz den hohen Erwartungen entsprach.
Nordtänzerins Trainer Peter Schiergen peilt mit der Brümmerhoferin Touch my Soul (Andrasch Starke) die Titelverteidigung an. Bei ihrem Debut in Hannover machte die Tiger Hill-Tochter mächtig Eindruck. Auf der Neuen Bult landete Hans-Jürgen Gröschels Foreign Music (nun mit Lennart Hammer-Hansen) schon deutlich hinter ihr.
Hohes Format besitzt auch Sasphee, wie die von Ertürk Kurdu vorbereitete Lomitas-Tochter schon mehrfach angedeutet hat. Zuletzt musste sie zwar Sybilia klar den Vortritt lassen, aber der Rennverlauf war völlig gegen die Stute, die erneut Johan Victoire anvertraut sein wird.
Hashbrown aus dem Quartier von Christian Sprengel, die mit Wladimir Panov ins Rennen gehen wird, kam als Fünfte auf dem Grafenberg nicht allzu weit hinter Sasphee ein.
Überzeugend fielen die jüngsten Erfolge von Shane (Andreas Helfenbein) und der Röttgenerin Desabina (Adrie de Vries) aus.
Sehr versprechend zog sich auch Laeya Star (Andreas Boschert) in Krefeld aus der Affäre, könnte mit weiterer Steigerung nun noch dichter bei ihrer damaligen Bezwingerin Shane landen, zumal Uwe Ostmanns Zweijährige auch in dieser Saison schon von sich reden gemacht haben.
Peter Rau ist sogar mit einem Trio vertreten, bestehend aus der Ittlingerin Chantra (die Wahl von Stalljockey Torsten Mundry), der wie Desabina in Röttgener Farben antretenden Naomia (Andre Best) und Pacific Sun (Henk Grewe).
Almeritas Trainer Waldemar Hickst schickt nach dem Ehrenplatz 2005 nun Sternenkönigin (Filip Minarik) in den Kampf um die Krone bei den zweijährigen Stuten.












