Es war das Comeback, auf das alle gewartet hatten. 406 Tage, nämlich genau seit seinem Sieg im IDEE 149. Deutschen Derby in Hamburg-Horn, hatte man den von Markus Klug für das Gestüt Röttgen trainierten Soldier Hollow-Sohn Weltstar nicht mehr auf der Rennbahn gesehen. Am Sonntag bestritt der Vierjährige in Hannover im Großen Preis der Deutschen Bank AG, einem mit 25.000 Euro dotierten Listenrennen über 2200 Meter (zum Video), sein erstes Rennen seit seinem Derbysieg.
In der Black Type-Prüfung hatte es der Hengst mit lediglich vier Gegnern zu tun, und ging dabei trotz der langen Auszeit unter Maxim Pecheur als 1,6:1-Favorit ins Rennen. An der Startstelle ließ sich der Derbysieger des vergangenen Jahres aber lange bitten, erst mit der Kapuze bezog er seinen Platz in der Startmaschine. Unterwegs sah man den Röttgener hinter dem Wöhler-Schützling Ladykiller gemeinsam mit der Ittlingerin Liberty London an zweiter/dritter Stelle galoppieren. Unterwegs änderte sich im kleinen Feld nicht viel, in Richtung der Zielgeraden drückte Weltstar aufs Tempo, und Maxim Pecheur beorderte ihn im Einlauf nach ganz außen.
Dort konnte er aber nicht entscheidend beschleunigen, und so hatte in der Bahnmitte Ladykiller trotz Wegbrechens unter Bauyrzhan Murzabayev die größeren Reserven. Der Kamsin-Sohn des Rennstalles Gestüt Hachtsee präsentierte sich gegenüber seinem Saisondebüt deutlich gesteigert, auch der weiche Boden dürfte ihm entgegen gekommen sein. Die 5,8:1-Chance behauptete sich am Ende jedenfalls sicher gegen Edith, die auch noch an Weltstar vorbeikam, der somit den dritten Platz belegte.
Trainer Markus Klug war mit seinem klassischen Sieger nicht unzufrieden. „Ich bin froh, dass Weltstar nach 13 Monaten und der so schweren Verletzung so gut zurückgekommen ist.“ Ladykillers Siegreiter Bauyrzahn Murzabayev: „Ich wollte vorne gehen, weil er noch grün ist, und sich sonst leicht beeinflussen lässt. In der Geraden habe ich die beste Spur gefunden.“











