Well Timed ist die neue Stutenkönigin. Die von Jean-Pierre Carvalho für den Stall Ullmann trainierte Holy Roman Emperor-Tochter gewann am Sonntag auf dem Düsseldorfer Grafenberg den 160. Henkel-Preis der Diana (500.000 Euro) über 2200 Meter der Gruppe I gegen Night of England und Wonder of Lips. Im Sattel der 32:10-Favoritin saß Filip Minarik. Für Trainer Jean-Pierre Carvalho war es der erste Erfolg in der Diana überhaupt. Well Timed war erst die zweite Diana-Starterin ihres Trainers, der im vergangenen Jahr mit Tusked Wings Rang vier belegte. Co-Champion Filip Minarik gewann den Klassiker nach Salomina (2012) zum zweiten Mal. Für den Sieg wandern nun 300.000 Euro auf das Konto von Well Timed, die damit ihre Gewinnsumme auf 357.000 Euro erhöht hat.
Aus äußerer Startbox fand Filip Minarik auf der Ullmann-Stute gleich den Weg nach vorne. Hinter Ertürk Kurdus Come On City ordnete sich die Siegerin des Hoppegartener Diana-Trials an zweiter Stelle ein. Dahinter sah man die von Henk Grewe trainierte Night of England, Andreas Wöhlers Sword Peinture (Jozef Bojko) und Sand Zabeel (Eduardo Pedroza), die ebenfalls von einem äußeren Startplatz gleich gut in die Partie fand.
Nachdem Come On City unter Michael Cadeddu zwischenzeitlich schon mit zwei Längen Vorteil an der Spitze den Takt setzte, rückte das Feld nach dem Berg wieder enger zusammen. Im Einlauf war die für 50.000 Euro nachgenannte Come On City dann geschlagen und Well Timed schritt zur Attacke. In der Bahnmitte machte Andrasch Starke jetzt aber auch die für den Stall Route 66 vorbereitete Night of England flott, aber Well Timed, die bereits zweimal den Grafenberg als Siegerin verlassen konnte, ließ an der Spitze nie nach, so dass die Grewe-Stute gegen die Favoritin keine Lösungen fand. Well Timed gewann letztlich leicht mit eindreiviertel Längen gegen die Lord of England-Tochter. Ganz stark lief auch die von Andreas Suborics für den Stall Lintec trainierte Wonder of Lips. Von weit hinten kommend wurde die Champs Elysees-Tochter noch richtig schnell und verwies Gestüt Wittekindshofs Sword Peinture auf den vierten Rang. Andreas Wöhlers Co-Favoritin Sand Zabeel, die genau wie Come On City für 50.000 Euro nachgenannt wurde, passierte den Zielpfosten nach einem Rennen aus dem erweiterten Vordertreffen auf dem achten Platz.












