Wenn sich am Sonntag die Boxen zum 160. Henkel Preis der Diana – German Oaks (500.000 Euro) in Düsseldorf öffnen, wird wohl die bei drei Starts 2018 noch ungeschlagene Well Timed aus dem Stall von Jean-Pierre Carvalho als Favoritin auf die 2200 Meter der Gruppe I gehen.
Durchaus bemerkenswert, dass Well Timed die erst zweite Stute in der Trainerkarriere ihres Betreuers ist, die in dem Gruppe I-Highlight auf dem Grafenberg an den Start kommt. Unter Jockey Filip Minarik, der sie zuletzt auch im bedeutenden Diana-Trial in Hoppegarten (Gr.II) zum Sieg steuerte, bekommt es die Holy Roman Emperor-Tochter mit elf Gegnerinnen zu tun.
Vorallem die beiden für 50.000 Euro nachgenannten Stuten könnten ihr den Sieg streitig machen. Sand Zabeel, aus dem Stall von Andreas Wöhler gewann bei ihren letzten Start Mitte Juni das italienische Pendant, die Premio Oaks d’Italia auf Gruppe II-Level. Wie in Mailand wird Eduardo Pedroza wieder im Sattel der Poet’s Voice-Tochter sitzen. Come on City wird in Düsseldorf von Ertürk Kurdu trainiert und machte mit einem beeindruckten Neun-Längen-Sieg vor knapp drei Wochen in Köln auf sich aufmerksam. Danach ging sie in den Besitz des Team Valor, die die stattliche Summe in die Hand nahmen, um sie nachzunennen.
Im erweiterten Favoritenkreis befindet sich auch Night of England, die von Henk Grewe trainiert wird. Andrasch Starke wurde für die Lord of England-Tochter verpflichtet. Zuletzt wurde sie geteilte Zweite in der Mehl-Mülhens-Trophy während der Hamburger Derbywoche. Sie teilte sich diesen Platz mit der von Markus Klug betreuten Dina, die hier unter Adrie de Vries an den Start kommen wird.
Die sieben weiteren Stuten im Feld werden sicherlich ihr Bestes geben, um den Favoritinnen den Sieg streitig zu machen. Gerade die letzten Jahre haben gezeigt, dass das Stutenderby immer mal wieder für einen Außenseitersieg gut ist. Man denke beispielsweise an Feodora (Andreas Wöhler) im Jahr 2014 als 269:10-Chance elf Gegnerinnen hinter sich ließ. Ein Jahr später gewann die ebenfalls von Andreas Wöhler trainierte Turfdonna zu einer Quote von 167:10.












