Wie gut ist Al Malek? Diese Frage kann man vor dem Start des Hengstes aus dem Stall von Mario Hofer am Donnerstag in Maisons-Laffitte sicher stellen. Überlegen gewann der Anabaa-Sohn im Dezember auf der Sandbahn in Deauville, überlegen distanzierte er die Gegnerschaft bei seinem Saisondebüt auf der Heimatbahn vor zweieinhalb Wochen.
Nun steht mit dem Prix Djebel, der mit 80.000 Euro dotierten Gruppe III-Prüfung auf der Geraden Bahn über 1400 Meter, ein echter erster Härtetest für den Dreijährigen an. ‚Er hat bislang alles richtig gemacht. Natürlich ist es ein Sprung, aber wir sind sicher nicht chancenlos‘, zeigt sich Mario Hofer vor dem Rennen realistisch, aber gleichzeitig optimistisch, was die Chancen seines Schützlings angeht, der bei einem guten Laufen dann auch in die Poule d’Essai des Poulains gehen soll. Zum Langzeitmarkt
„So haben wir es geplant“, sagt der Krefelder Trainer weiter, dessen Dreijähriger von Maxime Guyon geritten wird. Doch die Gegner haben es wirklich in sich. Allen voran der von Jean-Claude Rouget für Hamdan al Maktoum trainierte Abtaal (Christophe Soumillon), denn der Rock Hard Ten-Sohn hat im Vorjahr bei drei Starts bereits großes Talent bewiesen.
Vor allem bei seinem Sieg im Prix Thomas Bryon (Gr.III) in Saint-Cloud, den er mit drei Längen Vorsprung gegen den von Nicolas Clement vorbereiteten French Fifteen gewann. Dieser konnte die Form dann noch einmal richtig aufwerten, als er Ende Oktober in Saint-Cloud das Criterium International gegen den damals noch von Hofer trainierten Pakal gewann.
Abtaal geht wohl sogar mit einem Pacemaker ins Rennen, denn diese Rolle könnte sein Stallgefährte Amaan spielen. Ein weiterer Gruppesieger kommt mit Rockinante (Ryan Moore) aus England. Der Schützling von Richard Hannon gewann dort in Newmarket im vergangenen Jahr die Autumn Stakes (Gr.III).
Gute Form kann auch der italienische Gast Salure (Dario Vargiu) vorweisen, denn der aus dem Grizzetti-Stall stammende Sakhee-Sohn war als Dritter im Prix Jean-Luc Lagardere (Grand Criterium) auf Gruppe I-Parkett im vergangenen Oktober nicht einmal eine Länge vom letztjährigen Top-Zweijährigen Dabirsim geschlagen. Alles in allem also eine wirklich anspruchsvolle Aufgabe, vor der Al Malek morgen um 14.20 Uhr steht.
Im Prix Imprudence für die Stuten, ebenfalls über 1400 Meter führend und mit 80.000 Euro dotiert, treffen mit Restiadargent (Henri-Alex Pantall/Maxime Guyon) und Topeka (Robert Collet/Ioritz Mendizabal) zwei Gruppesiegerinnen aufeinander, aber auch hier hat Jean-Claude Rouget mit Mashoora (Christophe Soumillon) eine ganz gefährliche Starterin.
Mit dem Prix Jacques Laffitte steht zudem noch ein interessantes Listenrennen auf der Meile (52.000 Euro) auf dem Programm, in dem gleich drei der acht Starter aus Deutschland kommen. Dabei handelt es sich um Toni Potters‘ Sir Oscar (Olivier Peslier), Primera Vista (Johan Victoire) aus dem Stall von Mario Hofer und die von Michael Figge trainierte Amazing Beauty (Christophe-Patrice Lemaire).













