Was f?r eine Schlappe f?r Lope und Estejo wieder da!

In imponierender Manier hatte der Ammerländer Lope de Vega (Archivfoto, Maxime Guyon/Andre Fabre) die klassische Poule und das Derby Frankreichs gewonnen und Ehre für die deutsche Zucht eingelegt. Da war es völlig klar, dass der Dreijährige am Sonntag bei seinem Auftritt im Prix Jean Prat (Gruppe I, 400.000 Euro) in Chantilly ebenfalls kochendheißer Favorit werden würde.

Doch der Smamardal-Sohn war bei der Rückkehr auf die 1600 Meter-Distanz nur ein Schatten seiner selbst, gab eine völlig rätselhafte Vorstellung. Dabei war bis zur Geraden noch alles glatt gegangen.

Die zweite Ammerland-Farbe Altair Star (Mikael Barzalona/Peter Schiergen) diktierte das Tempo vor Lope de Vega, dann eine kleine Lücke zu dem Engländer Dick Turpin. Doch im Einlauf, als Lope de Vega schnell an dem Pacemaker vorbeigezogen war, kam plötzlich nichts mehr.

Der Derbysieger stand regelrecht still, als Dick Turpin (Richard Hughes/Richard Hannon, 83:10) die Spitze übernahm. Und auf einen Rush verabschiedete sich der 2000 Guineas- und St James´s Palace Stakes-Zweite von der Konkurrenz auf ca. drei Längen.

Aga Khan-Hoffnung Siyouni (Christophe-Patrice Lemaire) erkämpfte sich gegen Xtension den Ehrenplatz, Vierter wurde der Ex-Zukunftsrennen-Sieger Hearts of Fire.

Und wo war Lope de Vega? Er trudelte als Allerletzter sogar noch hinter Altair Star über die Linie. Eine rätselhafte Vorstellung!

Keine Rolle spielte The Black Lady (D.Boeuf/W.Baltromei) in einem 24.000 Euro-Rennen über 1200 Meter.

Eine tolle Leistung zeigte Mahamaya (C.Lemaire/A.Trybuhl) als Dritte im Prix Chloe (Gruppe III, 80.000 Euro, 1800 m). Nur die Favoritin Lily of the Valley (C.Soumillon/J.-C.Rouget) und Fadela Style waren zu stark für die Deutsche.

In Mailand schien Russian King (P.Convertino/R.Rohne) lange mehr zu erreichen, doch am Ende reichte es nur zu Platz sechs des von dem Favoriten Cima de Triomphe (D-Vargiu) gewonnenen Listenrennens (61.600 Euro, 1800 m).

Noch besser lief es in einem Listenrennen (61.600 Euro, 2400 m). Hier kehrte der einstige Gruppe I-Sieger Estejo (M.Demuro/R.Rohne) in den Martone-Farben endlich wieder auf die Siegerstraße zurück. Trotz Höchstgewichts ließ sich der im Verlauf der Gegenseite in Front gezogene Mitfavorit nie beeindrucken und kam gegen Frankenstein und Chicchiricchi locker nach Hause.

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