Man brauchte nicht viel Phantasie, um beim Ausloten der Chancen für den Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf, dem letzten Grupperennen der Düsseldorfer Saison, bei dem Waky Nao-Sohn Wiesenpfad hängen zu bleiben. Dreijährig, wenig geprüft, wenig verkehrt gemacht, Trainer und Jockey in Form.
Es gab zahlreiche Attribute, die für den Fuchs in diesem rein nationalen Event Empfehlung waren. Und so war es alles andere als eine Überraschung, dass der Hickst-Schützling schließlich unter einem an diesem Tag grandios agierenden Andreas Suborics (Foto) als Favorit in die Startmaschine einrückte.
Dieser Rolle wurde er vollauf gerecht, und das in einer Art, die man dann nun doch nicht unbedingt erwarten konnte. Denn als Suborics sein Pferd in der Geraden entscheidend einsetzte, schienen die Gegner fast zu stehen, so gewaltig beschleunigte Wiesenpfad.
„Es ist schon erstaunlich, wie sich dieses Pferd entwickelt hat”, so Waldemar Hickst über den einst unscheinbaren Hengst. „Er wird in diesem Jahr noch einmal in dem Frankfurter Grupperennen starten”, so Hickst nach dem Rennen.
Hinter dem überlegenen Sieger (viereinhalb Längen war Wiesenpfad im Ziel voraus) gab es eine Kampfankunft auf den Plätzen, in der sich schließlich mit Mharadono und Apollo Star zwei Außenseiter gegen Lucidor und den erstaunlich stark laufenden Blueberry Forest für die Plätze zwei und drei durchsetzen durchsetzen konnten.
Die Enttäuschung des Rennens war natürlich das Abshcneiden des Mitfavoriten Santiago, der wie schon zuletzt in Baden-Baden keine Akzente setzen konnte. „Er kann sich einfach nicht finden”, war auch Trainer Uwe Ostmann einigermaßen ratlos über das Abschneiden des Schimmels.
Für Andreas Suborics, der seine letzten Ritte auf deutschem Boden in dieser Saison absolvierte (am kommenden Wochenende reitet er in Mailand, dann bricht er zu seinem Japan-Gastspiel auf), war es ein ganz großer Tag, denn neben dem Sieg mit Wiesenpfad gewann er noch vier weitere Rennen, schraubte sein Punktekonto im Championat auf 107. Da dürfte ihm das dritte Championat kaum noch zu nehmen sein.












