Am vergangenen Sonntag verließ das Schlenderhaner Team um Trainer Jens Hirschberger die Bahn in Köln mit versteinertem Gesichtsausdruck. Deutlich unter den Erwartungen waren Derbysieger Adlerflug, Mehl-Mülhens-Gewinner Aviso und andere geblieben. Doch jetzt könnte der Bann gebrochen sein.
Denn am Maifeiertag gewann der Monsun-Sohn Sereth (Foto, 59:10) in den Farben der hocherfolgreichen Zuchtstätte den Großen Preis der Sparkasse Dortmund in Wambel. Adrie de Vries, der für den in England engagierten Tom Queally eingesprungen war, übernahm in dem 25.000 Euro-Listenrennen über 2800 Meter früh die Spitze und wehrte mit dem fünfjährigen Wallach, der beim Saisondebut als Fünfter im Grand Prix-Aufgalopp nicht schlecht gelaufen war, alle Attacken ab.
Sehr schnell wurde zuletzt noch Caudillo (Jean-Pierre Carvalho), der laut Dr. Andreas Bolte ‚bei besserem Rennverlauf gewonnen hätte‘, Speed zeigte zudem der Favorit Waldvogel als Dritter. Lange sah es günstig aus für den Riesenaußenseiter Stephenson, der als Vierter vor Dragon Fly blieb, der aus bester Lage nicht weiterkam. Auch Emporio blieb klar unter den Erwartungen.
‚Er sollte eigentlich im Gerling-Preis Führpferd für Adlerflug sein, aber das haben wir dann doch nicht gemacht. Sereth mag keinen zu weichen Boden. Jetzt bestreitet er das Betty Barclay-Rennen in Iffezheim‘, erklärte Siegtrainer Jens Hirschberger.
Mit weiterer Steigerung wartete die von Reiner Werning vorbereitte Pacetta (Pascal Jonathan Werning) in der Maidenklasse auf, als sie zur Quote von 64:10 Start-Ziel hinkam. Ihr Betreuer hatte sich vor wenigen Tagen im Training bei einem Unfall unter anderem mehrere Rippenbrüche zugezogen.
Den Toto zum Einsturz brachte Jan Pubbens Ralph Summerland. Mit Norman Richter zeigte der 201:10-Außenseiter seine erste bessere Form seit langem, was zum Sieg im unteren Handicap ausreichte.











