Andreas Wöhler und die Jagd nach den Millionen von Arlington. Der Trainer hat sie schon mehrfach unternommen und im Jahr 2001 auch erfolgreich abschließen können. Vor 14 Jahren war es der große Silvano, der die mit einer Million Dollar dotierte „Arlington Million“ der Gruppe I über 2000 Meter für den Ravensberger Trainer gewinnen konnte.
In diesem Jahr soll der für Klaus Allofs und die Stiftung Gestüt Fährhof trainierte, zweifache Gruppe-III-Sieger und Gruppe-I platzierte Wake Forest Sonntagnacht 0.48 Uhr deutscher Zeit im Arlington Park versuchen, in die Fußstapfen des einst siegreichen Lomitas-Sohnes zu treten (Zum Langzeitmarkt). Die Gegner von Wake Forest haben es allerdings in sich, was auch Andreas Wöhler gegenüber GaloppOnline.de bestätigte.
Besonders die US-Trainer scheinen gut gerüstet. Allen voran Coach Chad Brown, der Big Blue Kitten und Slumber satteln wird. Beide trafen bei ihren letzten Auftritten bereits aufeinander. Während Slumber, ein Cacique-Sohn, in den Manhattan Stakes die Nase vorne hatte, konnte der Kitten’s Joy-Sohn Big Blue Kitten die Partie in den United Nations Stakes drehen. Mit durchaus konstanter Form kommt der Monsun-Sohn Triple Threat an den Start. Der Schützling von William Mott gewann zuletzt die Monmouth Stakes auf Gruppe-II-Ebene. Für Trainer John Gosden läuft Maverick Wave, der sich am 7. Mai die Huxley Stakes schnappte.
In den ebenfalls zur Gruppe I zählenden Secretariat Stakes (500.000 Dollar) über 2000 Meter für dreijährige Pferde gibt der beeindruckende Derby-Italiano-Sieger Goldstream sein Debüt für Andreas Wöhler (Zum Langzeitmarkt).
„Goldstream hat sich in der Arbeit von Woche zu Woche gesteigert und uns gerade in den letzten drei Wochen gezeigt, dass er ein richtig gutes Pferd ist. Wenn er das umsetzt und die Pause gut verkraftet, dann ist er ein Endkampf-Kandidat. Das Rennen sieht auf dem Papier ein wenig leichter aus als die Arlington Million. Die Hauptgegner sind sicherlich War Dispatch und Highland Reel“, erklärt Andreas Wöhler die Chancen seines Neuzugangs in den Secretariat Stakes. Goldstream, der vom Australier Brenton Avdulla geritten wird, sollte jedenfalls genau wie Wake Forest, der Stalljockey Eduardo Pedroza anvertraut sein wird, eine reelle Endkampfchance besitzen.
„Man sagt ja in den USA, je weiter das Rennen, desto schlechter die Pferde“, sagte Peter Schiergen angesprochen auf den Start des Derbysiegers von 2013, Lucky Speed, im American St. Leger (Gr. III, 400.000 Dollar). Damit meint er natürlich nicht das Leistungsvermögen seines Schützlings, sondern vielmehr die Qualität der US-Gegner. Der Silvano-Sohn ist schon länger in Nordamerika, bestritt dort zwei Aufbaustarts und „sollte gute Chancen haben“, wie Peter Schiergen sagte. Natürlich wird Andrasch Starke Lucky Speed, der in Arlington Park am Samstagabend um 22.42 Uhr deutscher Zeit als erster der vier deutschen Arlington-Teilnehemer an den Ablauf kommen wird, reiten (Zum Langzeitmarkt).
Eduardo Pedroza kommt in Arlington Park auf der Fährhoferin Lacy zu einem weiteren Ritt auf einem deutschen Teilnehmer des Arlington Million-Tages. Die von Waldemar Hickst vorbereitete Authorized-Tochter hat sich am Dienstag auf den Weg in die USA gemacht und wird in den Beverly D.Stakes (Gr. I, 750.000 Dollar) über 1900 Meter laufen.
„Es ist ein schweres Rennen, aber alles ist soweit in Ordnung, Lacy ist prima auf dem Posten“, so Waldemar Hickst. Die Fährhoferin trifft unter anderem auf die Titelverteidigerin Euro Charline aus dem Stall von Marco Botti und die in den USA sehr populäre Stephanie‘s Kitten, die ihren letzten Start absolvieren wird, bevor sie in die Zucht wechselt, sowie die in Deutschland vor zwei Jahren im Henkel-Preis der Diana zweitplatzierte und zuletzt auf Rang vier in den Pretty Polly Stakes gelaufene Secret Gesture, die von Second Step-Sieg-Jockey Jamie Spencer geritten wird (Zum Langzeitmarkt).











