Wahnsinns-Speed bei Isanda & Dresden-Sieg im Letzten

Höhepunkt der acht Rennen umfassenden Karte am Samstag in Dresden-Seidnitz war die Zobjack-Frühjahrsmeile, ein Ausgleich III über 1500 Meter. Und der Endspeed der Dzubasz-Lady Isanda verblüffte sogar kurz Rennkommentator Hartmut Faust, der die Eden Rock-Tochter zunächst mit Ancient War verwechselte, dann aber doch sah, wer da angeschossen kam.

Denn die von Nachwuchsreiter Tobias Brenner (Foto) gesteuerte Vierjährige flog vom vorletzten Platz an der Außenseite an allen Gegnern vorbei, wirbelte in Dresden so richtig die Konkurrenz durcheinander.

Siesta (Fr. C Fey) und Call me Racer (W. Panov) belegten die weiteren Plätze, lagen unterwegs auch nicht unbedingt ganz vorne. Big Laguna (K. Clijmans) und Ruby express (J. Bojko) führten das Feld zunächst an, verschwanden aber in der Geraden bald nach hinten.

In der Wettchance des Tages setzte sich mit der vom Gestüt Schlenderhan gezogenen Medinella (J. Bojko) die große Favoritin (16:10) durch. Allerdings mussten die Anhänger der Pivotal-Stute, die nun erstmals von Hans-Walter Hiller vorgestellt wurde, länger bangen.

Denn bereits im Schlussbogen sendete die Lady einige Notsignale, doch Jockey Jozef Bojko entlockte ihr weitere Reserven, um Fernet Branka (E. Pedroza) knapp in Schach zu halten.

Der Stall Litex-Galopper Karavadjo (F. Minarik) landete dahinter auf dem dritten Rang der 2000 Meter-Prüfung, die zweite Weiss-Farbe Bold Light (Jiri Palik) schnappte für Platz vier zu und so brachte die Viererwette vom Favoriten aus noch 5675:10.

Andre Best und Hans-Heinrich Jörgensen waren mit drei Siegen das Team des Tages. Denn nicht nur bei den Dreijährigen trumpften sie gemeinsam mit Chairman (siehe auch Extra-Text) auf, sondern auch in zwei Handicaps siegten Jörgensen-Schützlinge ausgesprochen locker.

War es im einleitenden Rennen des Tages noch Ocean Peace, die überlegen mit viereinhalb Längen davonging, so schnappte sich Esposita Rheinberg einen 1400 Meter-Ausgleich leicht mit drei Längen Vorsprung.

Piotr Krowicki siegte beim ‚Kistenritt‘ auf Little Tom in der letzten Tagesprüfung. Der ursprünglich angebene Jiri Palik musste kurzfristig absagen, das war die Chance für den Polen, der seinen siebten Deutschland-Sieg 2010 für Lokalmatador Lutz Pyritz in Seidnitz perfekt machte.

True Spirit (Fr. K. D. Werning) landete auf dem zweiten Platz, während der Favorit Volly (E. Pedroza) erst spät besser ins Rennen fand und nur noch auf Platz drei vorlief.

In den acht Seidnitz-Prüfungen wurden 131.909,15 Euro umgesetzt, wovon 56.725 Euro auf der Bahn gewettet und 75.184,15 Euro von außen vermittelt wurden.

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