Herkulesaufgabe für Parthenius! Zunächst muss man dem Umfeld von Parthenius ein dickes Lob aussprechen. Dass sich Trainer Mario Hofer und Besitzer Franz Prinz von Auersperg dazu entschieden haben, am Sonntag mit dem Soldier Hollow-Sohn die riesige Herausforderung im französischen Derby, dem mit 1,5 Millionen dotierten Prix du Jockey Club (Gr.I) über 2100 Meter in Chantilly, anzunehmen, ist mehr als bemerkenswert (Zum Rennen). GaloppOnline.de wollte von Mario Hofer wissen, wie er die Aufgabe sieht, wie es zur Entscheidung kam mit dem Fünften aus dem Busch-Memorialund und Sieger des Ratibor-Rennens 2015 nach Chantilly in die Höhle des Löwen zu gehen:
„Franz (der Besitzer Franz von Auersperg) und ich wissen, dass die Aufgabe schwer ist. Aber Parthenius ist in prächtiger Verfassung, die Arbeit war sehr gut, der weiche Boden ist ideal für ihn, die Distanz auch, also haben wir gemeinsam beschlossen, es im französischen Derby zu wagen“, Mario Hofer hatte bereits vor zwei Tagen Mumm geäußert als er sagte, dass Parthenius, der mit Ioritz Mendizabel das schwere Rennen bestreiten wird, Außenseiter wäre, aber aus seiner Sicht ein chancenreicher.
„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Bevor Paita als Zweijährige Gruppe I in Frankreich gewann, meinten alle Experten, wir wären größenwahnsinnig, das wäre Quatsch. Bei Pakal war es genauso und bei Zazou sowie vorm Prix Ganay in Longchamp mit Pastorius natürlich auch. Und was kam dabei heraus, Gruppe I-Siege und Platzierungen. Wenn du nicht läufst, kannst du auch nicht gewinnen“, diese Binsenweisheit führte nicht nur bei Mario Hofer immer wieder zu Überraschungstreffern auf Top-Level. Und an Ito sowie Nightflower meinte auch jeder der konkurrierenden Trainer nicht vorbei kommen zu können. Das Ergebnis im Großen Preis der Badischen Wirtschaft sprach am vergangenen Sonntag eine deutlich andere Sprache. Ganz Turf-Deutschland wird dem Team von Parthenius sicherlich die Daumen und versuchen den Soldier Hollow-Sohn nach vorne zu drücken.
Die Favoriten unter den 16 Gegnern, die Parthenius bei seiner Herkulesaufgabe am Sonntag bezwingen muss, kommen aus den Top-Quartieren von Alan de Royer Dupre (Zarak-75:10), Jean-Claude Rouget (Mektaal-55:10), Roger Charlton (Imperial Aviator-80:10), Aidan O’Brien (Bravery-130:10), Harry Dunlop (Robin Of Navan-110:10), John Gosden (Foundation-55:10) und Freddy Head (Raseed-110:10).
„Franz und ich fahren am Sonntagmorgen nach Chantilly und lassen uns das Rennen natürlich nicht live vor Ort entgehen, wir sind nicht in Düsseldorf“, machte Mario Hofer klar, dass er gemeinsam mit Franz von Auersperg Princess Asta, ihre Starterin in den German 1000 Guineas, von Chantilly aus anfeuern wird. Da der Stuten-Klassiker über die PMU bewettbar ist, werden die beiden Wagemutigen das Rennen zumindest nicht auf dem Smartphone schauen müssen.










