Zahlreiche Erfolge auf Top-Niveau, im In- und Ausland, begeisterten das Team von Lucky Strike (Foto). Die Disqualifikation in der Goldenen Peitsche bedeutete die Kehrseite des Medaille. Das beste Sprint-Rennen des Landes am Grünen Tisch zu verlieren, war mehr als tragisch, doch ist das alles Schnee von gestern.
Seine Pole-Position als Nummer eins der Flieger in Deutschland ist allerdings etwas in Gefahr geraten. Im Benazet-Rennen in Iffezheim scheiterte er u.a. an seinem Trainingsgefährten Soave. Zuletzt in einem Gruppe III-Rennen in Longchamp endete er auf Rang vier, wurde später wegen Behinderung sogar noch zurückgestuft.
Gerade in Hamburg, wo er sich am Samstag wieder versucht, hat Lucky Strike allerdings nichts mehr zu beweisen. Am Samstag peilt der Achtjährige, den natürlich wieder Adrie de Vries reitet, den dritten Erfolg hintereinander in einer Prüfung an, die seit 2005 Lotto-Trophy heißt. 75.000 Euro stehen über dem Gruppe III-Rennen über 1200 Meter, in das Lucky Strike aus einer der äußeren Boxen gehen wird.
Erneut trifft der Wallach auf Soave (Andreas Boschert), der an einem guten Tag Lucky Strike schlagen kann, wie er an der Oos bewies und wie es sein Trainer immer wieder gesagt hat. Jüngst gab es für den ein Jahr jüngeren Hengst eine etwas unglückliche wie vermeidbare Niederlage in einem Listenrennen gegen den Münchener Bahnspezialisten Toylsome.
Die Hitzeperiode und der damit verbundene abgetrocknete Boden ist allerdings nicht nach Soaves Geschmack, liegt aber Lucky Strike. Andreas Trybuhl: ‚Soave läuft nur, wenn es noch ausreichend regnen sollte.‘
Von den älteren Pferden hat das Trybuhl-Duo im Top-Rennen am vorletzten Tag der BMW Derby-Woche eigentlich kaum einen Gegner zu fürchten. Es sind die üblichen Größen auf den Kurzstrecken, Gäste aus dem Ausland kommen diesmal nicht in die Hansestadt. So landete Matrix (im Sattel sitzt mit Johan Victoire ein junger Franzose, der bei diesem Meeting stark auf sich aufmerksam machen konnte) im Benazet-Rennen deutlich hinter diesen beiden, dürfte allerdings zuletzt in Frankreich deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben sein.
Diable (Torsten Mundry) musste auf dieser Ebene schon häufiger Grenzen bekennen, landete in München deutlich hinter Soave, was auch auf Miss Lips (Filip Minarik) zutrifft. Allerdings ist ihre großartige Vorstellung von vor zwölf Monaten noch in bester Erinnerung, als die Leipzigerin hinter Lucky Strike auf den Ehrenplatz kam.
Während Austrian (Andrasch Starke) und Stormiano (Andreas Suborics) in dieser Klasse noch nicht ganz angekommen sind, sollte man – ähnlich wie Matrix – Omasheriff (Terry Hellier) für eine Platzierung ins Kalkül ziehen. Das beweist schon der vierte Rang aus Chantilly.
Vielleicht werden Lucky Strike und Soave aber auch am ehesten herausgefordert von dem einzigen Vertreter des Derby-Jahrgangs im neunköpfigen Feld: Rennstall Directas Electric Beat (Andreas Helfenbein). Denn auf dem Horner Moor gewann der Schützling von Andreas Löwe zweijährig schon ein Listenrennen, auch die aktuelle Form könnte nicht besser sein. In einem Listen-Rennen in Hannover wurde der Shinko Forest-Sohn kaum gefordert.
Natürlich ist die Lotto-Trophy am Derby-Vortag in eine umfangreiche und tolle Karte eingebettet. Zehn Prüfungen stehen an, darunter mit dem Credit Suisse Rennen – Hanshin Cup ein mit 25.000 Euro ausgestatteter Ausgleich I. Hier könnte der Fährhofer Quijano seinen Siegeszug fortsetzen.
Hinzu kommen ein Hürdenrennen, ein Amazonenreiten und Ausgleich II. Und im sechsten Rennen, einem Ausgleich IV, wird abermals ein Riesen-Jackpot in der Viererwette ausgespielt: 26.202 Euro warten auf den glücklichen Gewinner. Gerade hier erhofft man sich einen Schub beim Wettumsatz.











