Viele Experten trauten dem von Sir Michael Stoute trainierten Linngari den Sieg im Großen Dallmayr-Preis in München-Riem nicht zu. ‚Die Distanz ist zu weit‘, hatten sie geglaubt. Doch der englische Klassetrainer wusste genau, was er tat, denn sein Schützling, bei dem der Deutsche Rupert Plersch Mitbesitzer ist, gewann als 79:10-Chance unter Ryan Moore ganz locker (Video ansehen).
Als der englische Champion von 2006 sein Pferd einsetzte, war die Sache im Handumdrehen entschieden, im Ziel hatte er einen Vorsprung von zwei Längen.
‚Ich war mir schon vorher sicher, dass er mit der Distanz keine Probleme haben würde, er hatte einen idealen Rennverlauf, der Jockey hat das perfekt vorgetragen‘, so Rupert Plersch nach dem Rennen.
Zweiter wurde mit Pressing (‚er hatte ein gutes Rennen, aber der Sieger war einfach zu stark‘, so Jockey Andreas Suborics) der zweite englische Gast, von den deutschen Pferden kam die Stute Fair Breeze (‚das war eine ausgezeichnete Leistung, aber weicher Boden wäre noch besser gewesen‘, sagte Mario Hofer) als Dritte am weitesten, aber eine echte Siegchance hatte die Silvano-Tochter des Stalles Margarethe, die nochmal zwei Längen hinter Pressing blieb, in dem mit 155.000 Euro dotierten Gruppe I-Rennen über 2000 Meter nicht.
Ohnehin war das Abschneiden der deutschen Pferde eine ziemliche Enttäuschung. Aber es zeigte sich eben, dass Pferde wie Wiesenpfad (wurde nur Vorletzter), Santiago, Axxos oder Shrek, der als Vierter von den deutschen Hengsten am weitesten kam, eben keine Gruppe I-Pferde sind und mit Linngari gewann auch das Pferd, das als einziges schon auf diesem Level erfolgreich gewesen war.











