Christophe Soumillon, seit vielen Jahren in Frankreich tätiger, belgischer Weltklassejockey, ist in Sachen Rennsport ein echter Tausendsassa. Natürlich ist der Galopprennsport, und hier die Flachrennen, seine Domäne, aber immer wieder versucht sich der 44jährige auch in anderen Disziplinen.
So gewann er 2010 mit Jean-Paul Gallorinis Mandali die Grande Course de Haies d’Auteuil, das zur Gruppe I zählende Hürdenrennen in Auteuil. Und auch Trabrennen haben es dem Belgier angetan.
Doch hier hat man Soumillon, der es bislang auf sieben Siege als Amateurfahrer bringt, sieben Jahre lang nicht im Einsatz gesehen. Das änderte sich am Freitag, denn nach seinem Ritt auf Estepona im ersten Rennen der Veranstaltung in Fontainebleau, machte er sich sofort auf den ca. 85 Kilometer langen Weg zur Trabrennbahn Enghien.
Dort steuerte er im ersten Rennen, einem Amateurfahren, Kannabis Jeloca , einen von Adrien Ernault trainierten Wallach. Die Fahrt erfolgt auf Wunsch der Besitzerfamilie Goetz, mit der Soumillon freundschaftlich verbunden ist. „Sie fragten mich, ob ich meine Lizenz noch einmal aktiviere, um dieses gute Pferd zu fahren“, erklärte der Jockey. In den vergangenen Jahren sei dafür schlicht keine Zeit gewesen.
Ausgezahlt hat sich der Stress allerdings nicht, denn mit Kannabis Jeloca, der am PMU-Totalisator bis auf 1,9:1 heruntergewettet wurde, landete Soumillon nur auf dem sechsten Platz im Feld von sieben Pferden.













