Vier Frauen wollen Schmuck – Perlenkette v?llig offen

Es ist ohne Frage der traditionsreichste Jockey-Vergleichskampf im deutschen Galopprennsport, der Preis der Perlenkette. Nunmehr zum 46. Mal wird am Dienstag in Neuss darüber entschieden, welche Amazone den bei den Reiterinnen so beliebten Ehrenpreis, abermals gesponsert von Juwelier Ursula Michels, umgehängt bekommt. Im letzten Jahr war Aufsteigerin Carina Fey die Glückliche, die aber nun mit null Punkten und nur einem Ritt in die letzten Rennen geht.

Bessere Chancen sollten da diesmal andere Kolleginnen haben. Die derzeit führende Susi Winkler, die den ersten Lauf vor zwei Wochen gewann, ist auch nur in einem der beiden Rennen aktiv, reitet mit Amorazzo ein Pferd, das nach seinem Maidensieg im Handicap noch nicht auf Anhieb zurecht kam, doch nun mit ihren fünf Kilo Erlaubnis relativ günstig im Rennen steht. Da könnte sie vielleicht doch mit einer Platzierung die möglicherweise entscheidenden Punkte holen.

Die Konkurrentinnen, die neben Winkler die besten Aussichten auf das begehrte Schmuckstück haben, haben der Auszubildenden von Erika Mäder allesamt einiges an Erfahrung voraus. Allen voran natürlich Hana Mouchova (Foto), die sich die Kette bereits im Jahr 2000 einmal umhängen lassen konnte. Aus dem ersten Lauf bringt sie zwei Punkte mit, ist für Hubertus Fanelsa mit Alnesto und Flash Dancer in den beiden letzten Rennen zwar nicht auf direkten Favoriten, aber durchaus auf Pferden im Sattel, die auf vorderen Plätzen landen können, zumal die Form im Stall ihres Trainers aktuell auch gut ist.

Noch bessere Chancen könnte aber Melanie Sauer besitzen. Im ersten Wertungslauf kam sie mit dem Sandspezialisten Tagunas auf Platz zwei, was wertvolle sechs Punkte einbrachte. Mit dem gleichen Pferd startet sie auch am Dienstag mit guten Aussichten, könnte mit einem Sieg eventuell schon eine Vorentschedung herbeiführen. Mit Besi hat sie im Endlauf zudem einen Kandidaten, der auf Neusser Sand schon ordentlich gelaufen ist. Für Sauer, vor kurzem noch auf Mauritius erfolgreich, wäre es die erste Perlenkette.

Das gilt auch für Katharina Daniela Werning, die zwar nur mit einem Punkt in die beiden letzten Läufe geht, mit dem Bahnspezialisten Amaro und dem frischen Sieger Alesini aber auch zwei äußerst chancenreiche Ritte geboten bekommt. Vor zwei Jahren hatte sie die Perlenkette fast schon um den Hals, doch reichten ein Sieg mit Lips Lion und ein zweiter Platz mit dem bereits erwähnten Amaro damals nicht aus, um Marion Weber zu schlagen.
Diese ist wie Paula Flierman diesmal zwar auch in beiden Läufen vertreten, doch sitzen beide eher auf Pferden mit geringen Chancen.

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