Vier deutsche Ladys in den Oaks d‘ Italia

Die Mailänder San Siro-Rennbahn präsentiert am Sonntag mit den Oaks d’ Italia das wichtigste Rennen für dreijährige Stuten in Italien, das mit stolzen 407.000 Euro dotiert ist, im Status eines Gruppe II-Rennens ist und über 2200 Meter führt.

Natürlich hat die großzügige Dotierung in den Oaks auch Begehrlichkeiten deutscher Teilnehmer geweckt. Kein Wunder, denn in den letzten sechzehn Jahren gab es allein acht deutsche Siegerinnen, darunter auch die Arc-Siegerin Danedream. Im vergangenen Jahr war es die von Peter Schiergen für das Gestüt Ittlingen trainierte Lovelyn mit Robert Havlin, die triumphierte. Ob eine der vier deutschen Ladys am Sonntag in die Fußstapfen der Gruppe I-Siegerin treten kann, erscheint allerdings völlig offen. Auch deren beteiligten Aktive lassen sich in dieser Hinsicht durchaus überraschen.

Mit über sieben Längen Vorsprung deklassierte Stall Sesekes Nepal ihre Konkurrenz in Hoppegarten. Doch was das Leistungsvermögen der Tochter des italienischen Derby-Siegers Kallisto betrifft, ist sich auch Trainer Dr. Andreas Bolte noch nicht im Klaren: „Was Nepal genau kann, weiß ich selbst noch nicht genau zu sagen. Das gilt allerdings auch für deren Gegnerschaft. Wir lassen uns überraschen.“ Der Italiener Michael Cadeddu wird im Sattel sitzen.

Sein Landsmann Daniele Porcu kennt die Mailänder San Siro-Rennbahn natürlich wie seine Westentasche. Er wurde von Andreas Löwe für Son Macia aus dem Stall elektrowelt24.de verpflichtet. Nach Handicap-Einschätzung ist Gestüt Karlshofs A Raving Beauty unter Antoine Hamelin die Nummer eins im deutschen Quartett. Im Düsseldorfer Derby-Trial musste sie sich nur hocheingeschätzten Hengsten geschlagen geben. „Wir sind danach auch optimistisch nach Lyon gefahren. A Raving Beauty war bestens vorbereitet, zeigte sich im Führing allerdings indisponiert und stieg mehrfach in der Startbox. Das Rennen kann man komplett streichen. Aber nach den vorherigen starken Formen gegen die Hengste probieren wir es jetzt in den Oaks“, erklärt Holger Faust vom Gestüt Karlshof.

Vierte deutsche Stute im Bunde ist Dr. Thomas Bretzgers Gambissara, Siegerin in Lyon und zuletzt Vierte in einem Listenrennen vor Ort. „Wir hoffen, eine Black-Type-Platzierung erzielen zu können. Bertrand Flandrin wird wie in den letzten Rennen wieder der Partner sein“, teilte der in Iffezheim tätige Trainer Lennart Hammer-Hansen mit.

Alles in Allem: Die vier deutschen Ladys sind für jede Überraschung gut genug!

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