Viele Favoritensiege – Extrem-Bedingungen in Neuss

Am Sonntag standen am Neusser Hessentor ab 16.40 Uhr acht Rennen auf der Karte. Dabei wurde bei miserablen Wetterbedingungen Aktiven, Pferden und aber auch einer Handvoll Besuchern extrem viel abverlangt. Im Ziel gab es in sieben Prüfungen Erfolge von Favoriten oder Co-Favoriten zu notieren, was wie das grausige Wetter auch nicht alltäglich ist.

Zwei Handicaps III standen im Mittepunkt der Veranstaltung. Den Ausgleich III über 1900 Meter gewann der 30:10-Co-Favorit Big Moun aus dem Stall von Petra Gehm. Mit Francesco Franco Da Silva siegte der sechsjährige Wallach recht souverän mit knapp zwei Längen gegen Best Love Song und den Drittplatzierten 28:10-Favoriten Naaseh.

Der zweite Ausgleich III des Tages, der über 1500 Meter gelaufen wurde, war eine knappe Angelegenheit zwischen Gerald Geislers Leoderprofi und Peter Schiergens More Than Honey. Beide hatten sich bis zum Pfosten weit von den übrigen Teilnehmer abgesetzt. Im Ziel hatte der 31:10-Co-Favorit Leoderprofi unter Eva-Maria Zwingelstein mit Nase gegen Vinzenz Schiegens 20:10-Favoritin More Than Honey das bessere Ende. Dritter wurde elf Längen zurück Antonow.

Nicht nur in dieser Prüfung, auch in allen weiteren Rennen gab es im Ziel wie zuletzt in Dortmund extreme Abstände zwischen den vorderen Pferden und den übrigen Teilnehmern. In der Wettchance des Tages, dem Ausgleich IV über 1900 Meter, gewann Mark Gier mit der 62:10-Chance Pacha aus dem Stall von Philipp Berg mit dem einzigen Sieger, der nicht ganz so stark gewettet war. Dahinter wurde die Viererwette in der Reihenfolge Evento, Troyanda und Red Dynamite komplettiert. Sie zahlte 35.309 Euro für zehn Euro Einsatz.

Natürlich stand auch dieser „Dirt“-Renntag, wie um diese Jahreszeit üblich, ganz im Zeichen der Championats-Kämpfe. Der aktuell in der Wertung der Reiter vorne liegende Alexander Pietsch konnte seiner Bilanz am Sonntag keinen weiteren Sieg hinzufügen. Auch bei den Trainern ist immer noch Spannung im Titelkampf angesagt. Andreas Wöhler konnte mit dem Sieg von Long Cross seinen Vorteil auf Peter Schiergen auf vier Zähler ausbauen, da Schiergen mit More Than Honey im mittleren Handicap über 1500 Meter knapp geschlagener Zweiter wurde.

Einziger Doppelsieger des Tages war Eduardo Pedroza, der außer mit Long Cross für seinen Chef noch mit Narborough für Armin Weidler im Ausgleich IV über 1500 Meter erfolgreich war.

 

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