Viel „Blau“ am Super Saturday

Am heutigen „Super Saturday“ auf der Dubai-Rennbahn in Meydan, der als die Generalprobe während des Dubai Racing Carnival für die Dubai World Cup Nacht am letzten März-Wochenende gilt, wurde in den acht Tagesprüfungen genauso oft Black-Type vergeben. Und was während der vergangenen Carnival-Wochen bereits zur Gewohnheit geworden war, wiederholte sich in Meydan auch am heutigen Grand Prix-Samstag.

Die blauen Rennfarben von Sheikh Mohammeds Vollblut-Unternehmen Godolphin und von Sheikh Hamdan Al Maktoum dominierten das Geschehen. In sechs Rennen der Achter-Karte war „Blau“ vorne und dabei teilten sich die Brüder Hamdan Bin Rashid Al Maktoum und Sheikh Mohammed die sechs Black Type-Treffer tatsächlich brüderlich. Es ging gleich im ersten Rennen los, als Sheikh Hamdans Versac Py in einem Gruppe I über 2000 Meter der Sandbahn für Arabische Vollblüter Canter-Ware war. In dieser Aufgabe erreichte unser Champ Adie de Vries seine einzige Tages-Platzierung und wurde mit dem Mitfavoriten Abu Alabyad weit geschlagener Dritter. 

Im zweiten Rennen, dem einzigen Listenrennen des Tages, machten die „Blauen Brüder“ kurz Pause und ließen Mike de Kocks hohem 15:10-Favoriten Mubtaahij über 1900 Meter den Vortritt. Sheikh Mohammeds bei zehn Starts ungeschlagener Ex-Uruguayo Sir Fever wurde „nur“ Zweiter.

Im Gruppe III über 1200 Meter der Sandbahn, in dem Adrie de Vries so viel Mumm auf seinen Ritt Krypton Factor hatte, war Sheikh Hamdan erneut vorne. Doch nicht mit seiner hohen Favoritin, Francois Rohauts Farmah, die genau wie Krypton Factor im Einlauf zeitig aus der Partie war, sondern mit dem krassen Außenseiter Shaishee, der gegen United Colour und Speed Hawk sehr sicher hinkam.

Noch einmal Pause für die „Blauen“ und Kampfankunft im vierten Rennen, dem 1000 Meter-Sprint auf Gras. Sir Maximillian gewann knapp vorm zweiten Favoriten Ahtoug und dem Mehl Mülhens-Sieger des jahres 2012 Caspar Netscher. Adrie wurde mit Roi De Vitesse, dem die 1000 Meter wie unser Champ prophezeit hatte zu kurz waren, starker Fünfter.

Im fünften Rennen legte Sheikh Hamdan gegen seinen Bruder mit drei zu null vor und gewann die Gruppe III-Prüfung über die Meile auf Sand mit dem Speightstown-Sohn Tamarkuz sehr leicht gegen Gold City und und Layl. Beide Gruppe III-Siege seiner Hoheit gingen übrigens auf das Konto von Trainer Musabah Al Muhairi. Jockey Paul Hanagan punktete mit dem Araber Versac Py und Tamarkuz, Silvestre de Sousa war mit Shaishee erfolgreich.

Ab dem sechsten Rennen ließ sich Sheikh Mohammed aber nicht mehr „lumpen“. Die Generalprobe für das Dubai Sheema Classic (Gr.I) auf Gras, das Dubai City Of Gold (Gr.II), gewann er mit dem fünfjährigen Motivator-Sohn Sky Hunter. Der Wallach aus dem Stall von Trainer Saeed bin Suroor kam mit James Doyle sehr leicht gegen Sheikhzayedroad, Umgiyo und den Manduro-Sohn True Story zum Zuge (Zum Video).

Und weiter gings für Godolphin sowie Trainer Suroor und zwar auf höchstem Level. Die World Cup-Generalprobe, den dritten Lauf der Al Maktoum Challenge (Gr.I), sicherte sich World Cup-Vorjahressieger African Story unter James Doyle knapp aber sicher gegen den heißen Favoriten Prince Bishop und Henry Clay. Der Sieger des zweiten Laufs der Challenge, Frankyfourfingers, wurde lediglich Vierter (Zum Video).

Das letzte Rennen des Super Saturdays wurde dann die Demonstartion eines Klasse-Pferdes. Hunter’s Light, hierzulande als Dritter zu Neatico im Großen Dallmayr Preis (Gr.I) im Jahr 2013 bekannt geworden, gewann das Jebel Hatta (Gr.I) über 1800 Meter der Grasbahn unter James Doyle, der damit genau wie Trainer Saeed bin Suroor einen lupenreinen Grand Prix-Hattrick hinlegte, mit unbeschreiblicher Überlegenheit gegen Trade Storm und Johann Strauss. Mike de Kocks heißer 15:10-Favorit, der Silvano-Sohn Vercingetorix, war im Einlauf früh chancenlos (Zum Video).

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