Verkaufsrennen, sogenannte Reclamers, sind im französischen Rennsport an der Tagesordnung. Es gibt sogar Veranstaltungen, an denen ausschließlich derartige Prüfungen auf dem Programm stehen. Und sicherlich ist es ein besonderer Reiz, ein Pferd, das gerade gelaufen ist, unmittelbar nach dem Rennen kaufen zu können.
Bei uns fristen derlei Rennen allerdings ein Schattendasein. Mangels Resonanz der Ställe scheuen viele Bahnen das Risiko, überhaupt noch Verkaufsrennen anzubieten. Denn mit den Dotierungen des Nachbarlandes kann man nicht mithalten.
Doch am Samstag macht Hamburg da eine Ausnahme, und die Ställe ziehen in diesem 9000 Euro-Rennen über 1800 Meter sehr gut mit. Bestens bewährt in derlei Rennen ist Christian Zschaches Neuerwerbung Inambari, ein seit Jahren besonders formtreuer Schimmel. Der Fährhofer Löwenherz galt früher sogar einmal als Kandidat für ganz andere Aufgaben, ehe nicht immer alles glatt lief. Doch hier sollte er weit vorne landen. Aber auch eine Reihe weiterer Pferde, die an einem guten Tag im Ausgleich II zu Hause sind, machen dieses Rennen hochinteressant.
Ebenfalls über 1800 Meter führt der Ausgleich II, der die Wetter vor eine besondere Herausforderung stellt, denn das Feld ist nicht nur sehr groß, sondern auch formstark. Hier könnten die Seriensieger Layer Cake (Foto) und Primera Vista die gegebenen Pferde sein, aber in solch einem Top-Feld von 16 Kandidaten der Wettchance des Tages sollte vieles möglich sein.
Auch die Freunde des Hindernissports kommen auf ihre Kosten, wenn im Hürdenrennen eine Schnakenberg-Armada antritt. Vor allem der kaum schon voll erkannte Hannover-Sieger Wild Storm sollte viele Anhänger finden. Die Felder platzen aus allen Nähten, einem gelungenen Start des Meetings mit zehn Prüfungen plus einem Ponyrennen steht nichts im Wege.











