Was lange währt, wird endlich gut. Diese Erfahrung machte der tschechische Trainer Jozef Vana am zweiten Oktober-Sonntag, der traditionell mit dem Großen Pardubitzer Jagdrennen nicht nur den Höhepunkt der tschechischen Hindernis-Saison, sondern auch eines der weltweit schwersten Jagdrennen aufweist.
4.500.000 Kronen/umgerechnet 147.783 Euro sind in dieser 6.900 Meter langen Steeplechase zu gewinnen, die Siebenjährigen und Älteren offen steht. Endlich konnte der von ihm für Dr. Jiri Charvat trainierte Decent Fellow, den Dr. Ulrich Kissling gezogen hat, diese große Prüfung auf sein Konto bringen.
Im fünften Anlauf war dies der Fall, nachdem er 2002 ausschreibungsgemäß als Siebenjähriger erstmals an den Start gegangen war und auf Anhieb Zweiter geworden war. Das machte natürlich Appetit auf mehr, so dass er in den folgenden Jahren stets in der Starterliste auftauchte, dabei stets mit guten Leistungen aufwartete und Geld verdiente.
Zwei dritte Plätze sollten dann folgen, ehe er im Vorjahr als Zweiter nur an dem von Dirk Fuhrmann gerittenen Maskul scheiterte, der sich mit der Titelverteidigung allerdings schwer tat und am Sonntag keine Rolle spielte. Jozef Vana und Josef Bartos, auch Champions der deutschen Hindernis-Szene 2005, machten ihre Sache weitaus besser und konnten sich nach einem ausgesprochen sicheren Sieg zu Recht feiern lassen.
Groß gefeiert von den Tausenden von Besuchern, wurden nicht nur die Einheimischen, auch die Gäste aus dem Ausland zollten Pferd und Reitern ihre Anerkennung. Dies bezog sich aber nicht allein auf Decent Fellow, den elfjährigen Esclavo-Sohn, sondern in gleichem Maße auf Jozef Vana, der auf Juventus, einem siebenjährigen „Debutanten“, Platz zwei erreichte, was für den 52-jährigen einen Doppelerfolg bedeutete, denn er zeichnete für die beiden Erstplatzierten als Trainer verantwortlich.
Nichts zu holen gab es dagegen für den Favoriten Maskul, der 2002 noch vor Decent Fellow gewonnen und diesen Triumph unter Dirk Fuhrmann im Vorjahr wiederholt hatte, denn ihn ereilte am zehnten Sprung das Schicksal. Ohne Ausbeute blieb auch der erste Pardubitzer Auftritt von Paul Johnson, dessen Schützling Junius früh chancenlos war.












