Besonders die auf Flachrennen konzentrierten Rennsport-Fans kommen in den Wintermonaten beim Dubai Racing Carnival auf ihre Kosten. Dort gehen auch immer deutsche und ex-deutsche Pferde an den Start, von denen besonders Kassiano eine bemerkenswerte Entwicklung genommen hat.
Der vierjährige Wallach erzielte in den Godolphin-Farben zunächst einen Handicap-Hattrick, währenddessen die Leser von GaloppOnline in einer Umfrage aufgerufen waren, sein maximales Leistungs-Niveau einzuschätzen. Damals hielten ihn zwei Drittel für ein Gruppepferd, was er zuletzt als Gruppe I-Zweiter zu Hunter’s Light vollauf bestätigt haben dürfte.
So hieß die aktuelle Umfrage, wer von den beiden bisher besten Nachkommen des voll eingeschlagenen Nachwuchs-Deckhengstes Soldier Hollow der bessere wäre. Der andere ist bekanntermaßen der amtierende Derbysieger und im Vorjahr beste dreijährige Gras-Mitteldistanzler der Welt Pastorius.
Das Ergebnis durfte etwas überraschen, denn neben 13% unentschlossenen Teilnehmern sprach sich exakt die Hälfte für Kassiano aus, so dass 37% der Stimmen auf Pastorius entfielen. Das könnte vielleicht auch daran gelegen haben, dass Pastorius weiterhin in Winterpause, Kassiano aktuell aber in aller Munde ist.
Hoffentlich treffen die beiden in diesem Jahr einmal aufeinander, zunächst dürfte es für Kassiano aber in Meydan weitergehen. Die letzte Leistung hat ihn erstmals in neuen Farben von Scheich Mohammeds Sohn Scheich Majid schließlich für einen Auftritt im höchstdotierten Rennen der Welt qualifiziert.
Für den Dubai World Cup wird der Seriensieger mittlerweile als einer der chancenreichsten Außenseiter hinter den drei Favoriten Royal Delta, Animal Kingdom und Hunter’s Light angesehen. Im Langzeitmarkt von RaceBets.com teilt er sich die vierte Position mit Saint Baudolino, der ebenfalls 120:10 steht. (Zum Langzeitmarkt)












