Der von Markus Klug für den Stall Reckendorf der Familien Reckendorf und Kollmann trainierte Colomano wird aller Voraussicht nach am ersten Juli-Sonntag in Hamburg-Horn als Favorit für das IDEE 148. Deutsche Derby aufcantern. Der Cacique-Sohn, der bereits im vergangenen Jahr mit seinem Erfolg im Herzog von Ratibor-Rennen zum Gruppesieger avancierte, gewann am Sonntag in Köln das 182. Oppenheim-Union-Rennen, die mit 70.000 Euro dotierte Gruppe II-Prüfung über 2200 Meter, die immer noch die wichtigste Vorprüfung für das „Blaue Band“ ist.
Unter Andreas Helfenbein verwies der Hengst, der als 37:10-Chance ins Rennen gegangen war, seinen Trainingsgefährten Windstoß mit einer halben Länge Vorsprung auf den zweiten Platz, dahinter machte der Wittekindshofer North Sea Star die Klug-Dreierwette perfekt. Platz vier ging an den 31:10-Favoriten Warring States. Hinter dem Sieger des Bavarian Classic war der Abstand auf die anderen vier Pferde dann schon größer.
Den späteren Sieger hatte man in dem als zweiten Lauf der German-Racing Champions League gelaufenen Rennen unterwegs lange in hinteren Regionen gesehen, während sich Windstoß um das Tempo verdient machte. Shanjo, Oriental Khan und Northsea Star sah man hinter dem Röttgener unterwegs, der Favorit Warring States trug zunächst die rote Laterne. Doch während dieser im Schlussbogen außen Boden gutmachte, sparte Andreas Helfenbein auf Colomano innen jeden Meter.
Doch in der Zielgeraden waren es zunächst noch Windstoß, Northsea Star und Shanjo die vorne waren doch in der Bahnmitte fanden dann auch Colomano und auch Warring States außen so richtig Schwung. Stärker war dabei aber eindeutig Erstgenannter, und an der 200 Meter-Marke hatte er den nach seinem Unglück in Hannover von vor einer Woche grandios laufenden Windstoß gestellt.
Bis zur Linie bekam Colomano den Trainingsgefährten noch sicher in den Griff, von diesem bis zu Northsea Star waren es dann schon zweieinviertel Längen. Der auch in der Zielgeraden nicht ganz glückliche Warring States folgte eine halbe Länge zurück auf Rang vier und blieb damit dreieinviertel Längen vor dem Fünften Shanjo (Zum Video).
Erstmals in einem Grupperennen hatte Markus Klug die drei Erstplatzierten gestellt. Der Championtrainer aus Heumar, der bereits 2014 mit dem später auch im Derby erfolgreichen Sea The Moon den Union-Sieger gestellte hatte, war nach dem Rennen natürlich sehr aufgewühlt. „Colomano war immer mein Mumm-Pferd. er hatte soviel Pech im Preis des Winterfavoriten, und auch im Dr. Busch-Memorial. er liegt mir auch deshalb besonders am Herzen, weil ich ihn bei der Jährlingsauktion damals selbst ausgesucht habe. ich bin den Besitzern sehr dankbar, dass sie dieses Pferd gekauft haben“, so Klug, der aber auch ein ganz dickes Kompliment an seine weiteren Starter verteilte.
„Mir kamen fast die Tränen, als ich gesehen habe, wie stark Windstoß gelaufen ist. Und das nach dem Sturz in der vergangenen Woche. Wahnsinn, wie er in der Zielgeraden noch einmal angezogen hat. Northsea Star lief auch gut, für ihn war das Tempo am Anfang zu langsam, und Shanjo hat sich beim ersten Start in dieser Klasse auch gut verkauft“, so Klug.
Für Andreas Helfenbein war es mal wieder ein Big Point. „Natürlich würde ich gerne Colomano im Derby reiten, ich denke es gibt derzeit keinen besseren Dreijährigen in Deutschland“, so der Jockey-Routiinier bei der Siegerehrung. Doch natürlich hat der verletzte Adrie de Vries, der sich vor der Union auch für Colomano entschieden hatte, den ersten Ruf.
So bleibt abzuwarten, wer am 2. Juli im Derby auf Colomano sitzt. Dass er der Favorit für das wichtigste Dreijährigenrennen des Jahres ist, dürfte aber klar sein (Zum Langzeitmarkt).











