Im Arc-Trial für die Dreijährigen, dem Prix Niel (Gr.II, 2400 m, 130.000 Euro) kam am Sonntag in Longchamp mit dem von Jean-Pierre Carvalho für den Stall Ullmann trainierten Guardini auch ein deutsches Pferd an den Start. Der Dalakhani-Sohn, der im Nachbarland bereits den Prix du Lys (Gr.III) auf Gruppeniveau gewonnen hatte, traf unter Christophe Soumillon auf sieben Gegner, ging zu einer Quote um die 100:10 dabei als Außenseiter ins Rennen.
Und dieses beendete der Schimmel als Fünfter, doch das nach einem mehr als unglücklichen Rennverlauf. Unterwegs sah man den Carvalho-Schützling innen liegend an dritter Position galoppieren, das Tempo bestimmte Serans, der als Pacemaker für den Favoriten Ectot fungierte, den man unter Gregory Benoist zunächst am Ende des Feldes sah.
In der Zielgeraden ging Guardini immer noch gut, doch hatte er innen hinter Serens, der natürlich im Einlauf nicht mehr großartig weiterkam eine sehr ungünstige Lage, aus der er im entscheidenden Moment auch nicht herauskam. An der Außenseite überlief dagegen Ectot das Feld, mit seinem starken Antritt hatte der Hurricane Run-Sohn aus dem Stall von Elie Lellouche, der erstmals in neuen Farben lief, sich schnell einen klaren Vorteil verschafft. Und auch der Angriff von Teletext, der ebenfalls erstmals für neue Interessen startete, lief ins Leere, brachte nur den zweiten Platz. Allerdings lief der Bary-Schützling noch bis auf einen Haös an Ectot heran, der erstmals auf einer Szeherdistanz antrat, und zudem aus einer Pause kam. Rang drei ging an Aidan O’Briens Aidelaide vor Elliptique, bis zu Guardini, der als Fünfter über die Linie kam, betrug der Abstand dann schon sechs Längen. Das ist schade, denn es wäre für den deutschen Gast durchaus eine bessere Platzierung möglich gewesen. Der Sieger Ectot dürfte nun einer der interessantesten Dreijährigen im diesjährigen Prix de l’Arc de Triomphe am ersten Oktober-Sonntag sein.








