Ullmann-Memorial wird zur gro?en Guineas-Revanche

Am Pfingstmontag erinnert das Schwarzgold-Rennen an die im vergangenen Jahr verstorbene Schlenderhaner Gestütsherrin Karin Baronin von Ullmann, das nun als Memorial für die Grande Dame des deutschen Turfs in Köln ausgetragen wird. Inzwischen firmiert das Gruppe III-Rennen, zweites Gruppe-Event an diesem großen Nachmittag in Köln, als 1600 Meter-Rennen.

Schlenderhan ist mit der Monsun-Tochter Madonje selbst vertreten, doch wird die von Jens Hirschberger vorbereitete Stute als noch siegloses Pferd nur in einer Außenseiterrolle stehen.

Bei der Suche nach der Siegerin sollte man sich am Ausgang der 1000 Guineas orientieren, denn einige der Düseldorfer Klassiker-Protagonistinnen geben sich die Ehre. Am besten schnitt dort die Auenquellerin Reine heureuse aus dem Stall von Uwe Ostmann als Zweite ab, die damals aus dem Vordertreffen glänzend standhielt und selbst ja bereits Listensiegerin ist.

Knapp hinter ihr endete als Vierte die Park Wiedingerin Prakasa (Foto), die laut Trainer Waldemar Hickst bei einem besseren Rennverlauf noch weiter vorne eingekommen wäre. Zuletzt flog die Areion-Tochter förmlich heran.

Zum großen Guineas-Pechvogel avancierte Stall Lintecs Devilish Lips. Die Königstiger-Lady fuhr sich an der Innenseite rettungslos fest und war als Sechste deutlich unter Wert geschlagen, was auch ihr Betreuer Andreas Löwe, der außerdem die zuletzt im Bremer Auktionsrennen auch nicht ganz glücklich agierende Ottofee im Rennen hat (William Cahill bekommt eine seltene Chance auf Gruppe-Ebene) damals bestätigte. Und er sattelt Gestüt Winterhauchs Perfect Eye, die noch nichts falsch gemacht hat, wie ihr souveräner Krefelder Debüterfolg beweist.

Stall Nizzas Aslana, von Peter Schiergen vorbereitet, blieb als Neunte ebenfalls wirkungslos, doch hatten zahlreiche Stuten einen recht ruppigen Rennverlauf.

Eine Lady mit Potenzial ist sicherlich die startschwierige, aber zuletzt imponierende Trybuhl-Vertreterin Mahamaya, während die Engländerin Don´t Tell Mary aus dem Quartier von Tom Dascombe sicherlich schlagbar erscheint, denn selbst in der Listenklasse kam die zweifache Siegerin nicht zurecht.

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