Turning Light strahlt hell: Top-Treffer f?r das neue Team

Der neue Job als Stalljockey bei Mario Hofer scheint Andrasch Starke bestens zu liegen. Am Ostermontag markierte der frühere Mehrfach-Champion einen weiteren wichtigen Treffer. Im Jean Harzheim-Rennen, einem mit 20.000 Euro dotierten Listenrennen über 2200 Meter, machte nicht nur Starke wieder alles richtig. Auch die Stute Turning Light, für die er sich entschieden hatte, bewies ihre Klasse.

‚Nach der Schlussarbeit war klar, wen Andrasch reiten würde‘, hieß es aus dem Lager der 27:10-Favoritin, nachdem die Fantastic Light-Tochter aus der klassisch platzierten Turning Leaf die wichtige Diana-Vorprüfung in gutem Stil gewonnen hatte. Starke musste sich entscheiden zwischen der in Italien im Vorjahr erfolgreichen Turning Light, der konditionell bevorteilten Donatessa und Elounesse (wurde wegen des schweren Bodens schließlich wie Jade Rheinberg abgemeldet).

Und er lag goldrichtig. Zakopane (Filip Minarik), in den Farben der als Sponsor in Erscheinung tretenden Familie Harzheim, hielt als siegloses Pferd vorne glänzend stand, wehrte sich nach der im Einlauf bald erfolgten Attacke von Turning Light trotz Wegbrechens immer wieder, musste aber gegen die von Mario Hofer (Foto) trainierte Lady passen.

Den Triumph für den Krefelder Coach komplettierte Donatessa (Terry Hellier) als Dritte vor der auf diesem Boden über einen Moment nicht hinauskommenden Fährhoferin Quelle Amore sowie Aurea, die bei langsamer Fahrt nicht zu halten und Ende Gegenüber an die Spitze geschrammt war.

Doch der Weg der mit einer dreiviertel Länge siegreichen Turning Light, die dem Stall Anima negra des Düsseldorfers Norbert Amand gehört und von ihm auch gezogen wurde, führt nicht in den Preis der Diana. ‚Dafür hat sie keine Nennung, sie startet demnächst im Gruppe-Rennen für Stuten hier und könnte dann in die Oaks d´Italia gehen‘, erläuterte ihr Betreuer.

Mit einer herben Enttäuschung begann der Montagnachmittag für die Favoritenwetter in Köln. Georg Baron von Ullmanns einstige Derby-Hoffnung Loom, von Terry Hellier außen auf vermeintlich besseres Geläuf beordert, brach in einem Maidenrennen an der Spitze ziemlich ein. Als ‚heißer Brenner‘ (11:10 stand er am Toto) musste er Amaryllis (Andreas Helfenbein) sowie Ulbino ziehen lassen.

‚Er ist ein großes Pferd mit Drang nach außen‘, suchte Trainer Peter Schiergen, der sich in Hannover über den lockeren Erfolg des Fährhofer Rekonvaleszenten Quijano freuen konnte, nach einer Erklärung.

Dank Kings Eagle aus dem Quartier des Hoppegarteners Roland Dzubasz gab es im Ausgleich III über 1200 Meter schnelle Entschädigung für Terry Hellier. Enorm kampfstark präsentierte sich Dr. Andreas Boltes Licato (Jiri Palik) im Ausgleich II über 2200 Meter, fightete gegen Rodondo und Figo erfolgreich zurück.

Erstaunlich: Immerhin schon zwölfjährig, schnappte der von Erika Mäder trainierte und in ihrem Besitz stehende Veteran Up and Away unter Susanne Winkler in einem Altersgewichtsrennen ganz knapp noch die heiße Favoritin Sorrent, gewann sein 16. Rennen.

Bei recht trüber Witterung erreichte man nach neun Rennen einen Umsatz von 287.603,50 Euro (Außenanteil: 35,66 Prozent), womit man angesichts der kleinen Felder sicher zufrieden sein konnte.

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