Am 4. April hatte Hansjörg Eisele anlässlich seines 84. Geburtstags noch mit zahlreichen Gratulanten am Telefon gesprochen. Doch wenige Tage später verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide, so dass er am 11. April in seiner Heimatstadt Köln für immer die Augen schloss.
Als Stiefsohn des früheren Kölner Spitzentrainers Charlie Keller war Hansjörg Eisele früh im Rennsport involviert. Dieser wurde zu seinem Lebenselexier. In den siebziger Jahren baute sich Hansjörg Eisele eine Agentur für den An- und Verkauf von Rennpferden auf. International ausgerichtet und erfolgreich, stieg der Kölner Turfagent zum Deutschlandrepräsentanten der British Bloodstock Agency (BBA) England auf. Mit der Folge, dass Hansjörg Eisele einige Jahre später die BBA Germany gründete.
Zugleich war der nun Verstorbene auch über Jahrzehnte ein enger Mitarbeiter des Deutschen Sportverlags, für ihn übertrug er viele Jahre die Rennen von den deutschen Bahnen live in die Buchmacherläden, in den besten Zeiten waren es an die 150 in Deutschland. Zudem nutzte der Deutsche Sportverlag auch sein großes nationales- wie internationales Netzwerk und beauftragte Hansjörg Eisele mit der Anzeigenakquise für den Verlag in der damaligen Kölner Eintrachtstraße.
Die Liste der Pferde, die über Hansjörg Eisele in neuen Besitz gingen, ist endlos lang, Namen wie Whip it Quick, Sharper oder All My Dreams sind eine kleine Auswahl. Auch war ihm stets daran gelegen, die von ihm gekauften Pferde mit dem neuen Besitzer weiter zu verfolgen oder zu betreuen. Dies war ihm eine Herzensangelegenheit. Der Galopprennsport verliert mit Hansjörg Eisele auch einen „Botschafter des deutschen Galopprennsports“.
Die Beisetzung von Hansjörg Eisele hat im engsten Familienkreis stattgefunden.









