Das wird ein langer Turf-Samstag! Um 18.15 Uhr geht das letzte Rennen der Neusser Sandbahnveranstaltung über die Bühne, bereits eine viertel Stunde später beginnt auf den Churchill Downs in Louisville das diesjährige Breeders‘ Cup-Meeting. Deutsche Beteiligung gibt es in diesem Jahr beim Breeders‘ Cup nicht, da Georg Baron von Ullmanns Shirocco seinen Titel im Breeders‘ Cup Turf nicht verteidigen wird, mittlerweile ja auch in Besitz von Sheikh Mohammeds Darley Stud steht.
Dennoch könnte es im „Turf“, dem aus europäischer Sicht interessantesten der drei Grasbahnrennen, wieder einen Sieg für ein Pferd aus deutscher Zucht geben, denn in dem mit drei Millionen Dollar dotierten 2400 Meter-Rennen startet der im Gestüt Ammerland aufgewachsene Fabre-Schützling Hurricane Run (Foto).
Der Montjeu-Sohn ist einer von drei Europäern im Elferfeld, wird diesmal wieder von Christophe Soumillon geritten. Aktuell steht der Arc-Sieger des Jahres 2005 in der Favoritenrolle, gefolgt von Cacique (Trainer Bobby Frankel/Jockey Edgar Prado), einem früher in Frankreich von Andre Fabre trainierten Hengst, der im Besitz von Khalid Abdullah steht und zuletzt leichter Sieger in den Man O’War Stakes in Belmont Park war. Damals verwies er Go Deputy (Todd Pletcher/Olivier Peslier) auf den zweiten Platz.
Cacique ist allerdings noch nie auf der 2400 Meter-Distanz gestartet, in Belmont Park ging es über 2200 Meter. English Channel (John Velasquez), die zweite Waffe von Trainer Todd Pletcher (hat mit dem Außenseiter Icy Atlantic sogar noch einen weiteren Starter) hat schon dreimal die Klingen mit Cacique gekreuzt, ihn dabei zweimal schlagen können, so zuletzt in den United Nations Stakes (Grade I) in Monmouth Park.
Im Vorjahr war English Channel im „Turf“ Fünfter, aktuell hat er gerade das Turf Classic Invitational auf Grade I-Level in Belmont Park gewonnen. Zur erweiterten Favoritengruppe zählen die beiden anderen Europäer Scorpion (Aidan O’Brien), der von Mick Kinane geritten wird, da Ballydoyle-Stalljockey Kieren Fallon in Amerika nicht reiten darf, und Red Rocks (Brian Meehan/Frankie Dettori), der der einzige Dreijährige im Feld ist.
Red Rocks war zuletzt Dritter im englischen St. Leger hinter Sixties Icon und The Last Drop. Erwähnung verdient natürlich noch Better Talk Now (Graham Motion/Ramon Dominguez), der das Rennen 2004 gewinnen konnte. Im Vorjahr war er jedoch nur Siebter.












