Tragik um Upper King – das ist in Neuss wirklich passiert

Es war ein stimmiger Finaltag des deutschen Turfs in Neuss. Bis zum neunten und letzten Rennen, genauer gesagt, bis zum Zielbogen. Dort ereignete sich ein schier unfassbarer Zwischenfall. Upper King (Foto), der dreizehnjährige, treue Königsstuhl-Sohn, bestritt den 103. Start in seiner so langen Laufbahn, als der Turfteufel erbarmungslos zuschlug.

In Front liegend kam der in 20 Rennen erfolgreiche Hengst im Zielbogen aus dem Takt, sofort war zu erkennen, dass der Zeitz-Schützling sich eine schwere Verletzung zugezogen hatte. Es gab keine Rettung mehr, die Erlösung folgte schon wenige Minuten später.

Trainer Clemens Zeitz im Galopp-Forum: ‚Upper King erfreute sich bester Gesundheit, war gut drauf und voller Tatendrang, noch vor ein paar Tagen demonstrierte er es in der Morgenarbeit. Ich habe bei einem Gespräch, als wir die letzten Rennen für Upper King heraussuchten, dem Besitzer gesagt, dass ich es mir nicht nehmen ließe, beim letzten möglichen Start von Upper King diesen selbst zu reiten. So kam es dann auch, und dass dies alles ein so trauriges Ende nehmen könnte, konnten wir nicht mal im Traum denken.‘

‚Es war kein falscher Ergeiz von uns das Pferd laufen zu lassen, gesünder kann man kein Pferd in ein Rennen schicken. Kaum ein anderer Besitzer ist täglich mit so viel Liebe dabei und geht so rücksichtsvoll mit seinen Pferden um. Ich würde bei den selben Voraussetzungen, auch nach dieser traurigen Erfahrung, wieder zu dem selben Entschluss kommen.‘

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