Tor f?r Toor durch Loveontherun im Raffelberger Agl. III

Der gesamte Renntag in Mülheim stand natürlich ganz im Zeichen des kürzlich verstorbenen lokalen Trainers Werner Baltromei. Alle beteiligten Reiter trugen am Donnerstag Trauerflor und eine Gedenkminute zu Ehren von Werner Baltromei war an diesem Tag selbstverständlich, um an den viel zu früh verstorbenen Mülheimer Trainer zu erinnern.

Den ersten Treffer des Tages sicherte sich die von Markus Klug trainierte Prakasa (15:10) mit Jockey Adrie de Vries in einem Altersgewichtsrennen über 1400 Meter. Markus Klug war mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden und gab einen Einblick in die weitere Planung „Sie hat etwas gebraucht bis sie in Schwung kam. Den nächsten Auftritt könnte sie auf Listenebene haben“, so Klug (Video ansehen).

Ähnlich wie in Frankfurt, so war auch in Mülheim der erste Ausgleich III des Tages relativ kopfschwach besetzt. Nur sieben Starter versammelten sich am Raffelberger Ablauf zur zweiten Tagesprüfung über 2100 Meter. Das Kommando hatte bis in den Einlauf Our Passion (Sascha Smrczek/Daniele Porcu), ehe auf der Zielgeraden der Angriff der innen stärker werdenden 41:10-Chance Loveontherun (Robert van Toor/Cecilia Müller) erfolgte (Video ansehen).

Zwar versuchte Our Passion im Schlussakkord noch einmal sich den Vorteil zurück zu erobern, doch reichte es nur noch zum zweiten Geld. Dritter wurde der favorisierte Boshoevenscarlet (Jan Pubben/Adrie de Vries), der bereits früh angeschoben werden musste und für mehr heute nicht in Frage kam.

Loveontherun (Foto) ist übrigens der einzige Galopper im Training des Niederländers Robert van Toor, der eigentlich im Trabrennsport zu Hause ist und sogar schon das niederländische Trab-Derby gewinnen konnte.

Das erste Dreijährigenrennen des Mülheimer-Renntages über die Meile ging in das Quartier von Andreas Löwe. In dem sechsköpfigen Feld setzte sich der von Marvin Suerland gesteuerte Compact Storm (34:10) mit tollem Speed gegen den lange führenden Schlenderhaner Merian (Jens Hirschberger/Adrie de Vries) durch. Die rennentscheidende Attacke erfolgte an der 400-Meter-Marke. Dem Schlenderhaner fehlten am Ende etwas die Körner, um Compact Storm, der nun aller Voraussicht nach ins Hamburger Auktionsrennen gehen wird, noch einmal gefährlich zu werden. Dritter wurde Nice Fellow (Markus Klug/Eugen Frank) der sich hier ordentlich präsentierte. Es war der erste Sieg für Marvin Suerland als Stalljockey von Andreas Löwe.

Der zweite Mülheimer Ausgleich III (Stutenrennen) über die Meile war Maßarbeit. Auf der Linie fing die von Markus Klug trainierte Kaliba (62:10) mit Eugen Frank die stark kämpfende Nicoletta Ana (Andreas Bolte/Norman Richter) ab. Dabei kam die Klug-Vertreterin, die sich lange im Feld versteckt hielt, mit schöner Endgeschwindigkeit hin. Dritte wurde Nightdance Starlet (Peter Schiergen/Am. Dennis Schiergen).

Das letzte Dreijährigenrennen des Tages über 2000 Meter bot ein tolles Finale. Eingangs der Zielgeraden sah man die von Markus Klug trainierte Moi Lolita (47:10) mit Adrie de Vries im Vorteil. Der erste Angriff gehörte innen Aosta Spring (Peter Schiergen/Am. Dennis Schiergen), Au0en versuchte es Molly Amour (Uwe Ostmann/Norman Richter). Beinahe sah es so aus als würden die beiden Attacken von Erfolg gekrönt sein, doch Moi Lolita zog immer wieder an und konnte die Angriffe nach allen Seiten abwehren.

Für Markus Klug endete der Renntag demnach mit drei Erfolgen. Ebenfalls drei Mal zur Sigerehrung gebeten wurde der aktuell in Topform reitende Adrie de Vries. Er gewann auch noch ein Altersgewichtsrennen über 2100 Meter mit Tahini (Jens Hirschberger). Auch der 16. Sparkassen-Renntag war wie gewohnt gut besucht. Am Ende des Tages verbuchte man einen Gesamtumsatz von 107.000 Euro.

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