Top-F?hrhofer Quinindo vor seinem Jahresdeb?t 2011

Seine Mutter gewann sieben Rennen bei 12 Starts, darunter mit den German 1000 Guineas auch einen Klassiker. Ihr zweiter Gruppe-Sieg folgte in Hoppegarten in der Berlin-Brandenburg Trophy. Die Rede ist von Quebrada, die sich somit in die Riege der Fährhofer Topstuten einreihte. Als Fährhofs Gründer Walther J. Jacobs Ende der Achtziger Jahre sich verstärkt auf dem US-Amerikanischen Markt umsah da war auch Quebrada darunter.

Selbstverständlich kehrte die Stute nach der Rennkarriere heim nach Fährhof und wurde in die qualitativ hochrangige Mutterstutenherde eingereiht. Und selbstverständlich mit größten Erwartungen. Quebrada ließ die Veranwortlichen auf dem Fährhof nicht im Stich:

Mit Quilanga stellte sie zum Beispiel die Siegerin des Prix de Psyche in Deauville, weitere Produkte kamen ebenfalls auf hohe GA-Zahlen, die Familie ist in Sottrum längst verankert.

Nun soll es ein Sohn der Quebrada meistern. Quinindo, dessen Erzeuger Monsun es mit jedem Hengst in Europa aufnehmen kann. Dazu die klassische Mutter, „blaublütiger“ geht es kaum.

Und wie sich der von Andreas Wöhler trainierte Hengst gleich bei seinem ersten Auftritt in Bremen präsentierte, war sehenswert. Der Richter bediente sich des Spruchs „hochüberlegen“, was in Zweijährigen-Prüfungen nicht allzu oft vorkommt.

Mitte November und somit gut vier Wochen später hatte Quinindo einen Sprung zu bewältigen, den man nur außergewöhnlich veranlagten Pferden zutraut. Andreas Wöhler sattelte den Monsun-Sohn im Criterium de Saint-Cloud.

Eine über 2000 Meter führende Gruppe-I-Prüfung, stets auch frequentiert von Gästen aus England und Irland. Der Boden war sehr schwer an diesem Tag auf der Seine-Bahn, Quinindo hatte sehr früh die „Nase im Wind“. Es sah lange nach mehr als einem abschließenden fünften Rang aus, unterm Strich verkaufte sich der Fährhofer besser, als es das blanke Resultat ausdrückt.

Der Sieger Recital wurde von Aidan O‘Brien ins Rennen geschickt und vertrat die Interessen von Magnier & Co. Im Sattel saß Johnny Murtagh, der mit einem resoluten Vorstoss Mitte der Geraden die Weichen auf Sieg gestellt hatte. Interessant ist sicher, dass sich der Montjeu-Sohn in dieser Saison bereits unter Seide vorstellte.

In den McGrath Memorial Ballysax Stakes rückte Recital vor einer Woche als heißer Favorit in die Startboxen, musste auf der Linie in dieser Gruppe-III-Prüfung Banimpire und Recent Street den Vortritt lassen. So gesehen bestätigte der Hengst auch in der Niederlage die Form aus Saint-Cloud, denn so richtig auf Volltouren laufen die O’Brien-Dreijährigen noch nicht.

Auch eine weitere Elle deutet daraufhin, dass Quinindo in Paris auf sehr gute internationale Konkurrenz gestoßen ist. Der Drittplatzierte aus dem Criterium de Saint-Cloud, Stall Wildensteins Prairie Star, lief am letzten Sonntag in Longchamp hinter Aga Khans Baraan ein starkes Rennen.

Beide Pferde zählen in ihren Quartieren zu den großen Derby-Hoffnungen. Dass sich Eduardo Pedroza im Dr. Busch-Memorial für Quinindo und gegen den Zweiten aus dem Preis des Winterfavoriten, Nice Danon, entschieden hat, spricht natürlich auch für den Fährhofer.

Nächste Renntage

Galopprennen in Deutschland
So., 26.07.München, Bad Harzburg
Fr., 31.07.Zweibrücken
Sa., 01.08.Köln
So., 02.08.Dresden, Düsseldorf
Sa., 08.08.Krefeld
So., 09.08.Hoppegarten, Cuxhaven
Galopprennen in Frankreich
So., 26.07.Le Touquet, La Teste
Mo., 27.07.Vittel, Clairefontaine
Di., 28.07.Compiegne
Mi., 29.07.Mont de Marsan
Do., 30.07.Vichy, Dieppe
Fr., 31.07.Senonnes, Dax