Unser Turfglobetrotter Quijano (Foto Mitte) steht kurz vor seiner nächsten Attacke. Zweimal trat der Fährhofer Globetrotter Quijano bislang im Canadian International in Woodbine an. Beim ersten Versuch kam er hinter Cloudy‘s Knight und Ask auf Rang Drei, bei der letztjährigen Austragung langte es nur zum neunten Platz, was sicher enttäuschend war.
Am Samstag steht also der dritte Versuch für den Acatenango-Sohn in der mit zwei Millionen Dollar dotierten Gruppe I-Prüfung (2400 m) an, und sein Team hofft, dass der Wallach, der sich schon seit mehreren Wochen in Kanada aufhält, endlich den großen Kanada-Coup schaffen kann.
Doch, wie immer in Rennen dieser Kategorie, sind es wieder starke Gegner, die es aus zu schlagen gilt. Allen voran Marsh Side, Champs Elysees und Just as Well, die schon zuletzt in den Northern Dancer Turf Stakes auf der gleichen Bahn gegen den Schiergen-Schützling antraten.
In einem turbulenten Finish gewann damals Just as Well vor Marsh Side, Quijano und Champs Elysees, doch da Marsh Side nicht gerade geblieben war und vor allem Champs Elysees in Mitleidenschaft gezogen wurde, wurde er von den Stewards von Rang Zwei auf Rang Vier zurückgestuft.
Marsh Side, der von Neil Drysdale trainiert wird, geht als Vorjahressieger in das Rennen. Vor zwölf Monaten war er auch mit einem vierten Platz aus den Northern Dancer Turf Stakes ins Rennen gegangen und trumpfte dann als 306:10-Außenseiter unter seinem ständigen Reiter Javier Castellano auf.
Im Falle eines erneuten Erfolges wäre er der erste Doppelsieger in diesem Rennen seit Majesty‘s Prince. Just as Well, der zuvor in der Arlington Million mit Gio Ponti nur an dem wohl besten amerikanischen Grasbahnpferd gescheitert war, hatte in den Northern Dancer Turf Stakes sicher den besten Rennverlauf.
Der spätreife Sechsjährige, der seine Karriere erst vierjährig begann, hat sich nicht unerheblich verbessert. Er ist im Übrigen ein Halbbruder der Matron Stakes-Siegerin Rainbow View, die sich am Samstag in den E.P. Taylor Stakes versucht.
Der gleichaltrige Champs Elysees, der die Farben von Khalid Abdullah vertritt, ist in den amerikanischen Top-Grasbahnrennen auf den Steherdistanzen eine feste Größe.
Er war vielleicht zuletzt das unglücklichste Pferd, denn er saß in der Zielgeraden an den Rails lange fest; und als er dann auf freier Bahn war, wurde er das Opfer der Seitwärtsbewegung von Marsh Side. Er kann deshalb am Samstag durchaus wieder weiter vorne landen.
Starke Gegner also für Quijano, doch in seiner Karriere hatte es der Wallach immer mit den besten Pferden der Welt zu tun. Trainer Peter Schiergen lässt sich jedoch nicht bange machen.
„Es läuft alles planmäßig. Allerdings gab es einen Wettumschwung, es ist deutlich kälter geworden, Quijano macht alles zur vollsten Zufriedenheit. Noch passt der Boden, wir hoffen, dass das auch noch am Samstag der Fall sein wird. Zeit zur Akklimatisierung hatte er ausreichend“, so der Asterblüte-Coach gegenüber GaloppOnline.de, der gemeinsam mit den Quijano-Fans auf ein gutes Laufen des Acatenango-Sohnes hofft.










