Vor Jahresfrist entschied eine Nase zwischen Aviso und Molly Max und machte den Schlenderhaner Tertullian-Sohn zum klassischen Hero in einem von Spannung nicht zu überbietenden Endkampf, der die Zuschauer im Weidenpescher Park damals von den Sitzen riss.
Diesmal sind die Vorzeichen ähnlich. Viele Galoppsportfans sprechen nur vom Zweikampf zwischen Liang Kay (Foto) gegen den bei all seinen Zweijährigenstarts ungeschlagenen Winterfavoriten Precious Boy.
Höchstwahrscheinlich wird es also einen Sieger aus Deutschland geben. Denn anders als im vergangenen Jahr, als noch drei englische Gastpferde ihre Aufwartung machten, entpuppen sich die diesjährigen 2000 Guineas als eine (fast) nationale Angelegenheit.
Die Trainer der beiden avisierten französischen Pferde zogen ihr Engagement am Donnerstagmorgen zurück, während der einzige verbliebene Ausländer, der englische Gast Solent Ridge den Sprung in höhere Sphären bisher noch schuldig blieb.
Konzentriert man sich also alles auf die hiesige Elite, führt kein Weg an den oben erwähnten Protagonisten vorbei, zumal der Eindruck aus dem Krefelder Stadtwald dem Ostmann-Schützling Liang Kay die Bürde des Favoriten auflastet.
Inwieweit die beiden Platzierten aus dem Düsseldorfer Preis der Dreijährigen Abbashiva (Trainer Peter Rau) und Sehrezad (Tr. Andreas Löwe) in die Phalanx der beiden Gemeinten eindringen können bleibt abzuwarten. Vielleicht vermag ein mit guter Stallform anreisender König Concorde aus dem Hanoveraner Quartier von Christian Sprengel noch eine scharfe Klinge zu schlagen, seine Form aus der Listenpüfung in Maisons-Laffitte liest sich gar nicht mal verkehrt, er war in Paris nicht weit geschlagen.
Balios (Tr. Andreas Wöhler) war bei seinem Saisoneinstand im Busch-Memorial chancenlos, er muss sich in jedem Fall steigern, will er bei der Vergabe der Gelder mitmischen.











