Tolles Highlight: Macht Song of Pride nun Loeper stolz?

Bis 1998 bestimmte er die Geschicke auf Deutschlands ältester Galopprennbahn wesentlich geprägt. Hans-Heinrich von Loeper (Foto) ist einer der Motoren des Ostsee-Meetings. Am Samstag könnte er nach dem bedeutendsten Rennen wieder im Mittelpunkt stehen. Denn im Lübzer Pils Ostsee-Preis gilt der dreijährige Platini-Sohn Song of Pride, der einzige Vertreter des Derby-Jahrgangs, als einer der Favoriten. Hans-Heinrich von Loeper (Foto) ist Mitbesitzer des stark gesteigerten Hengstes, der der Quadriga GmbH gehört.

Drei Siege stehen in dieser Saison schon auf dem Konto des Fuchses, der nun mit besten Chancen in den Ausgleich I aufrückt. Katharina-Daniela Werning, eine der Top-Amazonen des Landes, schwingt sich in den Sattel, bringt dafür das beneidenswerte Gewicht von 50 Kilo in den Sattel des von Christian von der Recke vorbereiteten Formpferdes.

Bis zu zwölf Kilo trägt Song of Pride weniger als die Konkurrenten in dieser Prüfung, die wie schon bei vielen Entscheidungen zuvor eines der bestbesetzten Top-Handicaps der bisherigen Saison ist. Während woanders diese Rennen schwer zu bestücken sind, lockt das 17.500 Euro-Event über 1750 Meter ein äußerst attraktives Feld an.

Und die Chancen sind breit gestreut. So präsentierte sich der Ebbesloher Silex (Andreas Göritz reitet anstelle des gesperrten Andrasch Starke) zuletzt in Hamburg auf dieser Ebene von bester Seite, wäre nach zwei Ehrenplätzen wieder reif für einen Volltreffer, zumal die Stallform von Trainer Peter Schiergen glänzend ist.

Der ebenfalls hochgewichtete One little David (Alexander Pietsch) scheint ein Formtief wieder überwunden zu haben, wie sein toller zweiter Rang im Großen Bavaria-Preis (Listenrennen) in München beweist.

Immer wieder enorm stark gewettet wird Turfshuffle (Andreas Boschert), doch mussten seine neuen Besitzer bislang noch auf einen vollen Erfolg warten. Villeroy (Andreas Suborics), Boromir (Eduardo Pedroza), der in Hamburg alles andere als glückliche Owentuo (Andreas Helfenbein) sowie die aus Altersgewichtsrennen kommende Manda Honor (Jozef Bojko) gehören wie der Frontrenner Saloon (Eugen Frank) ebenfalls auf den Wettschein.

Amateis (Andre Best) und Obrigado (Wladimir Panov) sollte man nicht nach den letzten Leistungen beurteilen, an einem guten Tag sollte für beide mehr möglich sein.

Aber damit noch längst nicht genug der Highlights am bedeutendsten Tag in Bad Doberan, an dem man als Alleinveranstalter in Deutschland firmiert. In der Fährhofer Goldene Peitsche von Bad Doberan kämpfen sechs Zweijährige um 7500 Euro, unmittelbar danach gibt es im vierten Rennen eine „Wettchance des Tages“ mit einer Garantie-Auszahlung von 15.000 Euro in der Viererwette.

Ein glänzend besetzter Ausgleich II für die Sprinter und ein Altersgewichtsrennen (hier gibt kein Geringerer als Gary Tanakas Globetrotter Simonas sein spätes Saisondebut, der unmittelbar davor ist, die 600.000 Euro-Gewinnsummen-Grenze zu übertreffen) ragen ansonsten aus der Karte von neun Rennen (hinzu kommt noch ein Bauernrennen mit Wetten) heraus.

Da gegen Simonas nur drei Kandidaten antreten (darunter auch das Gruppepferd Expensive Dream) hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen, um das Wettinteresse zu steigern: Es gibt einen Jackpot in der Siegwette in Höhe von 2000 Euro (gesponsert von GermanTote).

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