„Den sollte man sich merken“, zeigte sich Kommentator Manfred Chapman stark beeindruckt. Der gewinnt noch ganz andere Rennen“. Und die Art und Weise, wie sich der Schlenderhaner Titurel am Mittwoch in einem Ausgleich II in Baden-Baden von seinen gewiß nicht schlechten Gegnern im Preis des Union-Gestüts löste,war schlichtweg atemberaubend.
Adrie de Vries hatte auf der Zielgeraden überhaupt keinen Gegner mehr, der Dr. Fong-Sohn aus dem Stall von Jens Hirschberger (Foto) zog vorne einsam seine Kreise auf der Zielgeraden vor der Wittekindshoferin Elle Gala und dem Kleinkorres-Hengst Nunzio auf den Plätzen (Video ansehen).
Überlegen, fünf Längen lautete schließlich der Richterspruch in diesem über Derbydistanz ausgetragenen Ausgleich II. Jens Hirschberger: „Mit Höchstgewicht war das vor dem Rennen nicht unbedingt ein Elfmeter. Doch nach dieser Leistung machen wir höchstwahrscheinlich auf Gruppe III-Level in Mailand weiter“.
Gleich im einleitenden Winterkönigin-Trial, einem Stutenrennen für Zweijährige der Kategorie D über 1500 Meter, sorgte die 204:10-Außenseiterin Mlle Lando für eine Riesenüberraschung. Auf passendem trockenen Geläuf hielt die Lando-Tochter aus dem Iffezheimer Quartier von Mirek Rulec unter Daniele Porcu dabei die Favoritinnen die Berglar-Stute Warsaw Ballet und die Schlenderhanerin Mountain Rose sicher in Schach.
Manager Jürgen Albrecht meinte anschließend: „Wir hatten schon immer eine gute Meinung zur Stute, die zuletzt beim Start in der Schweiz noch mentale Probleme hatte. Über die weitere Route haben wir noch keine Entscheidung getroffen“.
Einen bemerkenswerten Rotering-Einlauf gab es dann im anschließenden Yburg-Ausgleich, einem mittleren Handicap über lange 2.800 Meter. Dabei lösten sich der zu einem Kistenritt gekommene Josef Bojko auf Saba Dancer, der nach seinem Erfolg von Bad Doberan souverän mit zwei Längen vor der Stallgefährtin Miami Tallyce blieb. Auf dem dritten Rang folgte El Mondri.
Jockey Adrie de Vries fand am vierten Meetingstag zudem auf die Erfolgsspur zurück, nach Titurel sorgte der „fliegende Holländer“ auch für den zweiter Meetingserfolg von Mack Summerland innerhalb weniger Tage, dieses Mal im Preis von Karlsruhe, einem 1000 Meter-Sprint. Auf den Plätzen folgten Deep Sleep vor Posidonas.
Seinen zweiten Tageserfolg feierte auch der bei Mirek Rulec beschäftigte römische Jockey Daniele Porcu, der in der Wettchance des Tages für das Neusser Quartier von Kevin Woodburn auf Stall Üdersees Cringid Mor (283:10) die Kastanien aus dem Feuer holte. Dahinter sorgten Nequito, Warwing und Negroni für eine sensationelle Viererwetten-Quote von 415.733 Euro.
Der einzige glückliche und erfolgreiche Viererwetter hatte übrigens sechs Pferde vollkombiniert a 50 Cent und bekam dafür 20.786,50 Euro ausgezahlt. Wahrlich keine schlechte Rendite.
Nach meisterhaftem Aussitzen eines Faststurzes sicherte sich Oliver Schnakenberg auf Stall Steintors zehnjähriger Stute Schattenqueen den Preis der Thermalquellen, einem Jagdrennenvor The German Herman und Alanco.
Eine Überprüfung des Rennverlaufs gab es in der abschließenden Prüfung der Neun-Rennen-Karte, allerdings blieb es bei der ursprünglichen Platzierung. Es siegte der formkonstante Andrenalin Rush mit einem Kopfvorsprung vor City Starlet und Karas Boss.
In neun Rennen wurden am Mittwoch bei 8.195 Besuchern insgesamt 598.976,55 Euro Umsatz gemacht, pro Rennen bedeutet dies einen Umsatz von 66.552,95 Euro, ein Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein positives Ergebnis nach dem schwachen Dienstag!











