Es schien so etwas wie die Qual der Wahl zu sein. Drei Pferde hatte der Ravensberg-Trainer Peter Rau in den Großen Preis der Frankfurter Volksbank geschickt. Drei Chancen (Tartuffo, Encanto, Avalox) in dem mit 30.000 Euro höchstdotierten deutschen Ausgleich I am Fronleichnams-Donnerstag auf der Bahn in Niederrad.
Jockey Andreas Helfenbein musste sich entscheiden, ritt schließlich den Fährhofer Encanto, der auf Rang drei endete. Diesmal setzte sich sein Kollege Andre Best (Foto) groß in Szene, gewann mit Stall Black Velvets Tartuffo, zuvor Sieger in einem Altersgewichtsrennen in Krefeld.
Und mit seinem Ritt tat Best in einem ultra-spannenden Finale das Entscheidende selbst dafür. Denn in einem pfeilschnellen 1300 Meter-Rennen bewies er ausgezeichnete Nerven, steuerte den Brümmerhofer Tartuffo vom letzten Platz zum Sieg, der am Toto mit der lukrativen Quote von 150:10 belohnt wurde.
Mosaahim (Christian Czachary) schlug sich als Zweiter ebenfalls bravourös. Dritter wurde dann der innen heranstürmende Fährhofer Encanto, während für den 17:10-Favoriten Fulminant (Andreas Suborics) nur der vierte Platz blieb. Offenbar wurde dem Seriensieger, der nun seine erste Niederlage in 2004 bezog, die Strecke doch einen Tick zu weit.
‚Ich bin nicht einmal enttäuscht, denn nach 1200 Metern war er ja noch vorne. Wir steuern jetzt das Hoppegartener Auktionsrennen an‘, schilderte Trainer Wilfried Kujath.
Christa Germann, Assistenztrainerin von Peter Rau, durfte dagegen jubeln: ‚Unsere drei Starter gaben sich im Training nicht viel. Andreas Helfenbein durfte sich aussuchen, wen er reitet. Das Rennen war sehr schnell, Andre Best hat ganz auf Tartuffos Speed gesetzt.‘
Einen bemerkenswerten Treffer markierte der Iffezheimer Besitzertrainer Markus Klug im Ausgleich II, siegte mit Lawerenz (einer von drei Siegen aus dem Stall von Andreas Göritz) für 126:10.
Die große Kulisse von 12.000 Zuschauern bröckelte leider später etwas ab, da ausgerechnet zum Hauptrennen ein heftiges Gewitter über die Bahn ging. Durch den Regen wurden auch die erhofften 300.000 Euro Umsatz verfehlt. Dennoch wusste am Handwerker-Renntag mit vielen Ständen und Attraktionen die Atmosphäre sehr zu gefallen.
In Mannheim schaffte im B-Rennen Stephan Birners Lamani seinen sechsten Treffer hintereinander. ‚Jockey-Oldie‘ Erwin Schindler bewies im Ausgleich II auf Alpenfels (88:10) für Trainerin Conny Kaiser viel Finishkraft. Dagegen standen Stall Weissenhofs Water Quirl (Amateurreiten) und die Steintor-Stute Zireen im Jagdrennen deutlich über der Konkurrenz.











