So gut wie keine Überraschungen gab es am Karnevals-Sonntag bei der abendlichen PMU-Veranstaltung auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel. Einzig und allein in der dritten Prüfung, dem Ausgleich IV über 1800 Meter, in dem die Viererwette zu spielen war, gab es durch Erika Mäders Feather Storm einen Außenseiter-Sieg (134:10) zu verzeichnen.
Der siebenjährige Big Shuffle-Sohn, von dem seine Betreuerin, die gleichzeitig auch Züchterin und Besitzerin des Wallachs ist, behauptet, er wäre im Alter ein launischer Bursche geworden, hatte mal wieder Lust zu zeigen, was in ihm steckt. Nach einem Rennen im erweiterten Vordertreffen griff er im Einlauf den lange führenden Kepheus an und war unter seinem Reiter Maxim Pecheur im Verauf der Geraden auch durch die Angriffe von Christian von der Reckes Earl of Heaven nicht mehr zu beeindrucken. Dieser wurde Zweiter vor Magic Princes und dem klaren Favoriten (24:10) Quietude, der im toten Rennen mit Kepheus Vierter wurde (Zum Video).
In den übrigen sechs Tagesaufgaben gingen nur die Favoriten oder Mitfavoriten als Sieger durchs Ziel. Das Hauptrennen der Wambeler Karte sah einmal mehr einen Schützling aus dem Form-Stall von Jungtrainer Henk Grewe am Zielpfosten voraus. Lavolo, der bei seinem letzten Start als kochend heisser 13:10-Favorit nur Zweiter geworden war, wurde gemeinsam mit Huan aus dem Stall von Marion Rotering streng auf Warten geritten. Solche Rezepte gehen auf Sand eher selten gut, aber diesmal kamen die beiden Mitfavoriten auf der 1950 Meter langen Strecke gegen D’Este, die am Toto die meiste Beachtung gefunden hatte, nach schöner Speedleistung im Einlauf rasch nach vorne. Zum Schluss hatte Lavolo mit einer dreiviertel Länge Vorsprung den längeren Atem als Huan, der aber nun wirklich überfällig für einen Sieg ist. Quadrille überlief kurz vorm Pfosten noch die lange führende D’Este und wurde Dritte (Zum Video).
Die größten Favoriten des Tages waren im Opener Yasmin Almenräders Mood Indigo (18:10), der im Ausgleich IV über weite 2500 Meter gegen den Lokalmatador Amor Fati und den Riesen-Außenseiter Quantum Of Solace sehr sicher zum Zuge kam und im „Rausschmeißer“ Erika Mäders Cape Willoughby (18:10). Maxim Pecheur versuchte auf dem Dansili-Sohn die bereits in Vorfeld geäußerte Taktik von Erika Mäder, diesen über die Distanz von 1950 Meter streng auf Warten reiten zu lassen, so gut es ging umzusetzen. Doch der Fünfjährige wehrte sich den ganzen Weg über gegen die Hand seines Reiters und hatte im Einlauf, als es gegen die Mitfavoriten Summernight Rain und Fürst Twen um die Entscheidung ging, nichts mehr zu „verkaufen“. Summernight Rain hatte zum Schluss das bessere Ende und siegte gegen Fürst Twen leicht mit zweieinhalb Längen. Weitere elf Längen zurück kam erst der Favorit als Dritter durchs Ziel.
Hippocrene, Floralys und Southampton waren die anderen erfolgreichen zweiten Favoriten am „Tag der gemeinten Pferde“, an dem Ian Ferguson der einzige Doppelsieger war.











